
Welche Pläne hat Essen für die abgebrannte Schule in Schonnebeck?
Die alte Hauptschule Schetters Busch in Essen ist nach dem Brand an Neujahr stark beschädigt. Das Feuer in der alten Schule in Schonnebeck war auch in Decken und Wänden ausgebrochen. Die Feuerwehr Essen war dort zwölf Stunden im Einsatz, um alles zu löschen. Auch rund um die Schule sorgte das Gestrüpp für viele Probleme. Die Stadt will die Schule noch in diesem Jahr abreißen lassen, erklärt eine Sprecherin auf Radio Essen-Nachfrage. Die Stadt bereitet gerade die Unterlagen für die Ausschreibung der Abrissarbeiten vor. Schon 2012 war die Schule geschlossen worden, weil dort zu wenig Schüler angemeldet wurden. 2015 nutzte die Stadt die Fläche kurzfristig für die Unterbringung von Geflüchteten. Danach stand wieder alles leer und das Gebäude war sich selbst überlassen und gilt als Lost Place.
Was passiert nach dem Abriss der Schule in Essen-Schonnebeck?
In Essen gibt es weiterhin viel zu wenig Platz an den Schulen. Das hat viele Gründe, unter anderem kommen jetzt wieder größere Jahrgänge in die Schulen und es gibt die Wechsel von G8 auf G9. Schülerinnen und Schüler bleiben jetzt wieder ein Jahr länger in der Schule, bevor sie ihr Abitur machen. Die Stadt muss deshalb an vielen Gymnasien umbauen. Das kostet alles viel Geld. Deshalb hat die Stadt aktuell keine Mittel, um am Schetters Busch eine neue Schule zu bauen. Das ist der ursprüngliche Plan. Die alte Schule soll abgerissen und an dem Standort soll eine neue Schule gebaut werden. Wann das passieren wird, ist allerdings offen. Im Moment plant die Stadt die Erweiterung von 39 Grund- und Förderschulen, 21 weiterführenden Schulen und zwei Berufskollegs. Dazu kommt der Neubau von acht Grundschulen, einer Förderschule, einer Realschule, zwei Gymnasien, zwei Gesamtschulen und drei Berufskollegs. Das alles zusammen kostet rund 1,5 Milliarden Euro.