
Rot-Weiss Essen vor Schweinfurt-Spiel: "Es geht Schlag auf Schlag"
Sieben Spieltage vor Schluss werden die Aufstiegsträume an der Hafenstraße langsam zur Realität. Die 2. Bundesliga ist für Rot-Weiss Essen zum Greifen nah. Nach fünf Siegen in Serie inklusive des gewonnenen Derbys gegen Duisburg könnte die Brust kaum breiter sein. Dazu spielt die Konkurrenz mit, nach den Patzern von Hansa Rostock und dem SC Verl beträgt der Vorsprung auf Platz 4 inzwischen vier Punkte. RWE hat den Aufstieg also in der eigenen Hand.
Einer, der die Mannschaft auf dem Platz und in der Kabine zusammenhält und dafür sorgt, dass die Essener aktuell nicht den Kopf verlieren, ist Kapitän Michael Schultz. Von den Fans nach dem Derby auf den Zaun zum Vorsänger gemacht, gab der 32-Jährige auch im Gespräch mit den Journalisten die Richtung vor:
"Es geht jetzt Schlag auf Schlag. [...] Es sind noch sieben Spiele, da musst du jedes Spiel brennen."
Gleichzeitig war der Innenverteidiger aber bemüht, vor dem nächsten Gegner zu warnen.
RWE-Gegner Schweinfurt kann schon absteigen
Bereits am Dienstag (7. April) geht es für RWE zum FC Schweinfurt 05, abgeschlagenes Schlusslicht in der Tabelle der 3. Liga. Schon mit einer Niederlage gegen die Essener könnte für die Unterfranken der rechnerische Abstieg feststehen. Ein ganz anderes Spiel, sagt Schultz:
"So einen Lauf und so ein Selbstvertrauen muss man ganz vorsichtig behandeln. Da muss man dranbleiben, um das nicht zu verlieren. Da müssen wir Dienstag wieder mit Vollgas rein."
Der Führungsspieler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, möchte jetzt erstmal genießen, alles aufsaugen und dann gucken, wie es weitergeht.
Bloß nicht unterschätzen lautet die Devise gegen Schweinfurt, bei denen seit Mitte Februar der ehemalige Schalker Bundesligaprofi Jermaine Jones auf der Trainerbank sitzt. Sein Kollege Uwe Koschinat warnt:
"Gerade in den Heimspielen hat Schweinfurt gezeigt, dass sie widerstandsfähiger sind. Sie können Spiele spät entscheiden. Deswegen sollten wir nach dem Highlight-Spiel Duisburg auch diesen Gegner sehr ernst nehmen."
Der Coach erwartet Respekt und Ernsthaftigkeit, spürt aber auch große Positivität in der Mannschaft.
Rot-Weiss Essen in Schweinfurt mit 900 Fans aber ohne Stürmer
In Schweinfurt kehren die gesperrten Michael Kostka und Jose Rios-Alonso zurück in den Kader. Die Qual der Wahl für Koschinat, der für die Rechtsverteidigerposition neben Kostka und Hofmann auch Ben Hüning nach starker Leistung gegen Duisburg weiter auf dem Zettel haben muss. Nicht mit dabei ist hingegen Jaka Cuber Potocnik, der mit Fieber ausfällt. Um Marek Janssen nach Verletzungsproblemen in der Vergangenheit zu schonen, könnte Ramien Safi in die Startelf und ins Sturmzentrum rücken.
Im Vorfeld der Partie hat Rot-Weiss Essen 900 Tickets für den Gästeblock verkauft. Eine starke Zahl für die Entfernung unter der Woche. Auch die Tageskasse hat geöffnet. Anstoß ist um 19 Uhr, wer nicht mit dabei ist, kann das Spiel wie immer live bei Radio Essen hören!
