
Von Essen ins Magic Castle nach Hollywood
Oliver Henke kommt aus Essen-Stoppenberg und hat mit sechs Jahren das Zaubern angefangen. Inzwischen zeigt er seine Tricks auf der ganzen Welt. Trotzdem hat er noch einen Traum: Er möchte einmal im Magic Castle in Hollywood auftreten. Auf dem Weg dorthin werden wir in Essen zu seinem Testpublikum.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 13:47
In Essen wird jeder zum Teil der Zaubershow
Radio Essen-Stadtreporter Timm Schröder trifft Oliver Henke im Rabbit Hole Theater in der nördlichen Innenstadt. Das kleine Theater ist für ihn genau der richtige Ort, um seine neuesten Tricks vor Publikum zu testen. Dabei ist ihm besonders wichtig, ganz nah an den Zuschauerinnen und Zuschauern zu sein. Deshalb werden pro Vorstellung auch nur 26 Karten verkauft.
Andere Häuser würden bei so wenigen Gästen wohl eher ablehnen - und das nicht nur wegen der kleinen Besucherzahl. Denn bei Oliver Henke wird garantiert jeder Gast Teil der Show. Für Dominik Hertrich vom Rabbit Hole Theater ist das kein Problem. Er liebt solche ungewöhnlichen Produktionen. Für das Interview organisiert er sofort ein paar Stühle, räumt einen Tisch frei und bietet etwas zu trinken an. Diese Gastfreundschaft ist typisch für das Rabbit Hole Theater.
Essen testet die Zaubertricks für Los Angeles
Oliver Henke aus Essen ist ein sehr bescheidener Mann - und das, obwohl er bereits in ganz Europa und darüber hinaus aufgetreten ist. Häufig ist er bei Firmenevents oder auf Messen zu sehen, aber auch bei privaten Veranstaltungen zeigt er seine Kunst. Für manche Auftritte wird er sogar eigens eingeflogen.
Nach einem solchen Engagement nahm ihn ein Auftraggeber mit ins Magic Castle in Los Angeles. Der private Club gilt als Hauptquartier der Academy of Magical Arts und ist damit so etwas wie das Mekka für Zauberer aus aller Welt. Viele große Magier haben dort bereits ihr Können gezeigt. Gerade deshalb ist es auch so schwer, dort selbst auftreten zu dürfen.
Als Gast war Henke beeindruckt vom hohen Niveau und vom besonderen Ambiente. Durch einen Zufall hat der Stoppenberger jetzt die Chance, dort selbst aufzutreten. Dafür braucht er allerdings noch ein Bewerbungsvideo und einige neue Tricks. Die testet er nun zum ersten Mal in Essen. Am 16. Mai ist er mit seiner Show „Close“ im Rabbit Hole Theater zu sehen. Danach sind weitere Vorstellungen in dem kleinen Theater in der nördlichen Innenstadt geplant.

