Viele Essener arbeiten weiter

In den großen Unternehmen wie ThyssenKrupp, E.on, RWE, HochTief und Evonik läuft die Arbeit weiter. Viele Mitarbeiter arbeiten von zu Hause aus und andere gehen weiter in die Kraftwerke oder zu Goldschmidt.

Evonik aus Essen stellt Desinfektionsmittel her
© Evonik/kr

Strom und Gas brauchen wir alle

Bei RWE, E.on und innogy wird gerade alles praktiziert, vom Homeoffice bis zu auf einzelne Personen und Funktionen abgestimmte Vorschriften, wann wer wo wie arbeitet. Ein Kraftwerk und eine Schaltzentrale lassen sich nicht von zu Hause aus in Gang halten. Dafür haben die Unternehmen seit Jahren genaue Pläne und gleichen sie gerade immer wieder an. Hier gelten die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen, alle achten auf sich und andere Kollegen. So können Krankenhäuser, Supermärkte und wir alle zu Hause weiter arbeiten. Bei RWE wird gerade noch der Umzugsplan auf den neuen Campus in Altenessen von 3500 Mitarbeiter angepasst. Aber auch der soll weiter laufen.

Bei Goldschmidt im Ostviertel und Evonik geht auch alles weiter

Viele sind auch hier aus der Hauptverwaltung im Südviertel im Homeoffice. Bei den wenigen, die hier noch arbeiten, steht eine Flasche vom hauseigenen Desinfektionsmittel auf dem Schreibtisch. Sogar die Kantine hat noch geöffnet und gibt jeden Tag ein Gericht zum Mitnehmen für die verbliebenen Mitarbeiter raus. Das ist jetzt sogar kostenlos. Bei Goldschmidt im Ostviertel läuft die Produktion von Desinfektionsmitteln, deren Abfüllung und Verteilung und die weitere Produktion wie gewohnt. Die Grundprodukte für die Herstellung von Duschgel, Schampo oder Schaumstoffen geht weiter. Für die Mitarbeiter dort hat das Unternehmen genügend Schutzmaterial vor Ort.

Bauen und Planen bei HochTief, Arbeiten bei ThyssenKrupp

Bauarbeiter sind Krisenmanager, sie sind daran gewöhnt, dass Dinge mal nicht so laufen. Wenn in diesen Tagen mal Material auf der Baustelle fehlt, dann wird anderswo weiter gemacht. Die Bauarbeiter von HochTief kennen die neuen Regeln. Praktisch laufen alle Baustellen des Konzerns weiter. In der Hauptverwaltung in Rüttenscheid arbeiten die meisten von zu Hause aus und können mit modernen Softwarelösungen auch gemeinsam an Projekten arbeiten. Bei ThyssenKrupp im Westviertel ist es in der Hauptverwaltung auch sehr ruhig. Hierher kommen nur noch Mitarbeiter, wenn es zwingend notwendig ist. Der Konzern versucht in allen betroffenen Ländern, die Folgen der Krise für seine Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, sagte eine Pressesprecherin auf Radio Essen Nachfrage. Mit der IG Metall wurde die Möglichkeit von Kurzarbeit bei Steel Europe vereinbart.

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