
TUSEM Essen scheidet gegen Potsdam aus dem DHB-Pokal aus
Der TUSEM Essen wollte den DHB-Pokal nutzen, um nach den enttäuschenden Ergebnissen in der Liga wieder Selbstvertrauen zu sammeln. Gegen den bislang ungeschlagenen 1. VfL Potsdam zeigten die Essener lange eine deutliche Leistungssteigerung – doch am Ende wurde es trotzdem deutlich.
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TUSEM Essen erwischt den besseren Start
Vor 1127 Zuschauern am Hallo war dem TUSEM von Beginn an anzumerken, dass er eine Reaktion zeigen wollte. Finley Werschkull und Felix Göttler sorgten schnell für eine 2:0-Führung, wenig später erhöhte Felix Eißing auf 3:0. Auch Neuzugang Adin Faljic fügte sich bei seinem ersten Heimspiel gut in die Defensive ein. Potsdam ließ sich vom Essener Schwung allerdings nicht beeindrucken und kämpfte sich zurück. Nach 21 Minuten gingen die Gäste beim 11:10 erstmals in Führung. Der TUSEM blieb dran und Max Neuhaus glich kurz vor der Pause zum 14:14 aus. Mit einem knappen 14:15 ging es schließlich in die Kabinen.
Essen schnuppert am Ausgleich
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst eng. Lukas Diedrich parierte einen Siebenmeter und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Nach 37 Minuten brachte Alexander Schoss den TUSEM beim 17:18 wieder bis auf einen Treffer heran. Die Essener Defensive arbeitete ordentlich und zwang Potsdam mehrfach zu Ballverlusten. Das Problem: Zu selten konnte der TUSEM daraus Kapital schlagen. Fehlwürfe und technische Fehler verhinderten immer wieder den möglichen Ausgleich.
Potsdam bestraft die Fehler
Mit zunehmender Spielzeit zeigte der Tabellenzweite seine Qualität. Als Essen beim 18:20 noch einmal in Schlagdistanz war, schaltete Potsdam nach Ballgewinnen schnell um und setzte sich auf 22:18 ab. Der TUSEM versuchte gegenzuhalten, brachte sich mit weiteren Fehlpässen und vergebenen Möglichkeiten aber selbst um die Chance auf eine Aufholjagd. Spätestens beim 20:25 zehn Minuten vor dem Ende wurde die Aufgabe immer schwieriger. Potsdam blieb konsequent und ließ die Essener nicht mehr entscheidend herankommen.
Pokalreise endet in Runde zwei
Am Ende fällt die Niederlage mit 25:32 deutlicher aus, als es der lange offene Spielverlauf vermuten ließ. Der TUSEM zeigte über weite Strecken eine klare Steigerung gegenüber den vergangenen Auftritten, machte in der zweiten Halbzeit aber zu viele Fehler, um den Favoriten ernsthaft ins Wanken zu bringen. Damit endet die Pokalreise nach dem Überraschungserfolg gegen Leipzig in der zweiten Runde. Bereits am Sonntag (27. September) wartet am Hallo wieder der Liga-Alltag: Dann empfängt der weiterhin sieglose TUSEM den TuS N-Lübbecke.
Kenji Hövels: "Die zweite Halbzeit ist schade!"
Der TUSEM Essen hat im DHB-Pokal zwei Gesichter gezeigt. Gegen Potsdam war vor allem die erste Halbzeit ordentlich, nach der Pause machten die Essener aber zu viele Fehler. Trainer Kenji Hövels sieht deshalb Licht und Schatten:
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
TUSEM Essen - 1. VfL Potsdam 25:32 (14:15).
TUSEM Essen: Felix Eißing (4), Felix Göttler (3), Maximilian Hejny (1), Nils Homscheid (3), Felix Mart (4), Max Neuhaus (1), Alexander Schoss (3), Finley Werschkull (6). Torhüter: Lukas Diedrich (3 Paraden), Finn Knaack (4 Paraden).
1. VfL Potsdam: Florian Budde (4), Max Günther (4), Tim Hildenbrand (x), Markus Mahr (4), Nicolas Paulnsteiner (1), William Reichardt (2), Tommaso Romei (3), Giacomo Savini (2), Tim Niclas Schröder (5), Marvin Siemer (7). Torhüter: Maximilian Grundmann (5 Paraden), Frederik Höler (6 Paraden).

