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Stolpersteine und Scherbenspur in Essen - Gedenken an Pogromnacht
© Johannes Hoppe / Radio Essen
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Stolpersteine und Scherbenspur in Essen - Gedenken an Pogromnacht

Auch in diesem Jahr wird in Essen an die Pogromnacht 1938 erinnert. Unter anderem mit einer Scherbenspur und einem Gedenkgottesdienst. Was geplant ist, lest Ihr hier.

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Stolpersteine in Essen werden geputzt

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Fast 90 Jahre ist es her, dass jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen zerstört wurden - auch hier bei uns in Essen. Ab Samstag (07. November) wird hier in der Stadt wieder an die Ereignisse der Reichspogromnacht 1938 erinnert. Dafür sind verschiedene Veranstaltungen geplant.

Am Samstagvormittag werden ab 11:00 Uhr zum Beispiel in Steele Stolpersteine geputzt. Dazu rufen die Initiative „Mut machen-Steele bleibt bunt“ und die Essener „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) auf. Außerdem werden auch kurze Auszüge über die Schicksale jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger gelesen. Treffpunkt ist auf der Hansastraße vor der Parfümerie Pieper. Am Isinger Tor werden am Samstag Blumen an der Gedenktafel niedergelegt, zur Erinnerung an die Steeler Synagoge, die Nazi-Horden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 niederbrannten.

In Altenessen lädt die Bücherschrank-Initiative am Sonntag (8. November) um 15.30 Uhr zu einem Erinnerungsgang entlang der Stolpersteine auf der Altenessener Straße ein, die Teilnahme ist kostenlos.

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"Scherbenspur" in Essen soll an Opfer erinnern

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Am Montag (09. November) gedenken mehrere Gruppen in Essen mit einer "Scherbenspur" der Opfer der Pogromnacht. Treffpunkt ist auf der Kettwiger Straße in Höhe des Doms. Dazu rufen die VVN-BdA Essen, das Bündnis Essen stellt sich quer (ESSQ) und weitere Organisationen auf, auch der Chor „Stimmen gegen Rechts" ist dabei. Gegenüber dem historischen Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Blum erinnern Scherben und das Klirren von zersplittertem Glas an die Zerschlagung und Plünderung jüdischer Geschäfte an die sogenannten Reichskristallnacht. Nach Angaben der VVN-BdA Essen leiteten die Faschisten in dieser Nacht eine neue Dimension antisemitischen Terrors ein, der in den Holocaust führte: in die Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden und 500.000 Sinti und Roma.

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Gedenkgottesdienst im Dom in Essen

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Auch im Dom in Essen lädt der Arbeitskreis Christlicher Kirchen (ACK) am Montag (9. November) um 17.30 Uhr zu einem Gedenkgottesdienst ein. Er steht unter der Überschrift „Gegen das Vergessen". Die ökumenische Feier soll an die antisemitische Gewalt der Nationalsozialisten erinnern und zugleich ein Zeichen für Hoffnung, Mut und Zuversicht setzen. Jugendliche des Bischöflichen Schulzentrums am Stoppenberg tragen anstelle einer Predigt die „Todesfuge" von Paul Celan vor, ein Gedicht über die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Außerdem spricht Oberbürgermeister Thomas Kufen ein Gebet. Um 19:00 Uhr findet an der Alten Synagoge die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Essen um Novemberpogrom 1938 statt.

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