Sternekoch Nelson Müller: Findet rassistische Aussage von Tönnies gut

"Menschen wie Tönnies bräuchten unbedingt mehr Bildung," sagt Sternekoch Nelson Müller. Er findet es gut, dass die rassistischen Äußerungen von Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies gefallen sind. Der hatte vor knapp zwei Wochen gesagt, dass mehr Kraftwerke in Afrika finanziert werden sollten, damit die Afrikaner aufhören, wenn es dunkel ist, Kinder zu produzieren.

Sternekoch Nelson Müller aus Essen
© Radio Essen

Tönnies spricht an, was viele Denken

Für Nelson Müller liegt eines klar auf der Hand: Viele Menschen würden so über Afrika denken, wie Tönnies. Durch seine rassistischen Äußerungen sei das Gedankengut vieler an die Oberfläche gekommen, so Müller. Menschen wie Tönnies zeigten, dass sie unser Grundgesetz, in dem alle gleich sind, immer noch nicht verstanden haben. Nelson Müller betreibt in Essen-Rüttenscheid zwei Restaurants. Als Koch tritt er auch häufig im Fernsehen auf, seine Wurzeln liegen in Ghana. Er bezeichnet sich selbst immer als Stuttgarter Jung mit ghanaischen Wurzeln.

Rassistische Äußerungen von Tönnies seit Wochen in Schlagzeilen

Schalke-Boss Clemens Tönnies hatte Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber Kraftwerke in Afrika finanzieren. Dann würden die Afrikaner weniger Bäume fällen und bei Dunkelheit weniger Kinder produzieren, sagte er. Anfang August hatte sich die Essener Trainer-Legende Otto Rehhagel eingeschaltet. Er sagte, Tönnies Aussage sei falsch und unpassend, er halte Tönnies für einen ehrlichen und sehr sozial engagierten Menschen. Daher halte Rehhagel die Entschuldigung von Tönnies, die es im Anschluss gab, auch für glaubwürdig und ehrlich.

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