Anzeige
Stadt Essen macht Schulwege für Kinder sicherer
© Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services
Kinder laufen über den Bürgersteig zur Rudolf Steiner Schulein Bochum am Montag, 17. März 2025. Erste Schulstraße in Bochum: Wie läuft es? Ab Montag, 17.März, wird in Form eines Verkehrsversuchs für zunächst ein Jahr in den Straßen Witte-Wie und Externest in der Zeit von 7.30 Uhr bis 8 Uhr eine Schulstraße eingerichtet – es ist die erste Schulstraße in Bochum. Als Schulstraße wird eine temporäre Sperrung einer Straße vor der Schule für eine begrenzte Zeit bezeichnet.
Teilen:

Stadt Essen macht Schulwege für Kinder sicherer

An zwei Grundschulen in Essen plant die Stadt neue Bringzonen. Außerdem wird eine Schulstraße getestet, um Kinder besser zu schützen.

Veröffentlicht: Samstag, 16.05.2026 10:18

Anzeige

Wie sollen die Schulwege in Essen sicherer werden?

Anzeige

Die Stadt Essen will den Schulweg an zwei Grundschulen sicherer machen. An der Winfriedschule in Huttrop und an der Grundschule Nordviertel sollen neue Bringzonen eingerichtet werden. Dort können Eltern ihre Kinder kurz aussteigen lassen, ohne direkt vor dem Schuleingang zu halten. Vor der Grundschule Nordviertel soll außerdem eine Schulstraße getestet werden. Die Stadt Essen will durch diese Maßnahmen für mehr Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr sorgen. Gerade morgens kommt es vor Schulen oft zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen, zum Beispiel, weil Autos vor den Schulen halten. Die Verkehrsüberwachung hat laut Stadtverwaltung im Jahr 2025 ihre Ziele zur Schulwegsicherung erreicht. Mit den neuen Maßnahmen sollen Schulwege noch sicherer und übersichtlicher werden.

Anzeige

Was ist in Essen an der Winfriedschule geplant?

Anzeige

An der Winfriedschule in Essen soll auf der Lanterstraße eine neue Bringzone entstehen. Dort sollen morgens zwischen 7:30 Uhr und 8:30 Uhr fünf Fahrzeuge halten können. Eltern können ihre Kinder dort aussteigen lassen, damit sie den restlichen Weg zur Schule zu Fuß gehen. Hintergrund sind Probleme zu Schulbeginn: Laut Stadt halten Eltern morgens, wenn viele Autos unterwegs sind, oft unerlaubt. Das macht den Schulweg für Kinder, die zu Fuß unterwegs sind, gefährlich. Regelmäßige Kontrollen hätten die Lage bislang nicht ausreichend verbessert. Die Bringzone soll deshalb helfen, den Verkehr vor der Schule besser zu ordnen.

Anzeige

Was ändert sich in Essen im Nordviertel?

Anzeige

In Essen an der Grundschule Nordviertel plant die Stadt mehrere Maßnahmen gleichzeitig. Dort soll eine neue Schulstraße getestet werden. Zusätzlich sind drei Bringzonen geplant. Außerdem prüft die Stadt, ob in dem Bereich eine Fußgängerzone eingerichtet werden kann. Die beiden Straßen zwischen den Schulgebäuden werden laut Stadt vor allem zu Schulbeginn fast ausschließlich von Schulkindern und ihren Eltern genutzt. Deshalb soll der Autoverkehr dort zeitweise reduziert werden. Die Schulstraße soll für mehr Platz und Sicherheit auf dem Schulweg sorgen. Gleichzeitig sollen die Bringzonen Eltern eine Möglichkeit geben, ihre Kinder nicht direkt im engen Schulumfeld abzusetzen. Die Kinder sollen von dort aus zu Fuß weiter zur Schule gehen.

Anzeige

Neue Schulstraße in Essen: Das ist geplant

Anzeige

In Essen soll es zeitweise ein Durchfahrtsverbot im verkehrsberuhigten Bereich geben. Das betrifft die komplette Peterstraße von der Beisingstraße bis zur Kleinen Stoppenberger Straße und die Gertrudisstraße. Die Sperrung soll morgens zu den Bringzeiten von 7:30 Uhr bis 8:30 Uhr gelten. Auf Wunsch der Schule und nach Empfehlung eines beauftragten Planungsbüros soll die Schulstraße auch mittags zwischen 11:30 Uhr und 14 Uhr eingerichtet werden. Anwohnerinnen und Anwohner sollen durch das Zusatzschild „Bewohner frei“ weiter einfahren dürfen. Die Erprobungsphase der Schulstraße im Nordviertel soll ein Jahr dauern.

Für Eltern, die mit dem Auto kommen, sind drei Bringzonen geplant. Diese sollen in der Kleinen Stoppenberger Straße in beide Fahrtrichtungen und in der Altenessener Straße in Fahrtrichtung Norden entstehen. Von dort können die Kinder die Schule über Gehwege und den verkehrsberuhigten Bereich der Peterstraße oder über die Beisingstraße erreichen.

Anzeige

Warum richtet die Stadt Essen eine neue Schulstraße ein?

Anzeige

Mit Schulstraßen in Essen will die Stadt Schulwege für Kinder sicherer machen. Eine Schulstraße bedeutet, dass eine Straße im direkten Umfeld einer Schule zeitweise für den Autoverkehr gesperrt wird. Dadurch entsteht mehr Platz für Kinder, die zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Gleichzeitig sollen gefährliche Situationen durch haltende oder wendende Autos vermieden werden. Die Stadt möchte damit auch fördern, dass Kinder selbstständiger zur Schule kommen können. Die Schulstraßen werden laut Stadt in enger Abstimmung mit den Schulleitungen und der Polizei Essen geplant. Grundlage sind sogenannte Schulweg-Checks. Dabei werden Gefahrenstellen auf dem Weg zur Schule angeschaut und mögliche Verbesserungen gesammelt. Die Maßnahmen an den Schulen gehören zum Projekt Be-MoVe der Grünen Hauptstadt Agentur der Stadt Essen. Das Projekt soll den Fuß- und Radverkehr stärken und wird im Rahmen des Förderprogramms „MobilitätsWerkStadt 2025“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt.

Anzeige

So geht es in Essen nach der Testphase weiter

Anzeige

Die Schulstraße an der Grundschule Nordviertel in Essen wird erstmal nur vorübergehend eingerichtet. Nach einigen Monaten soll das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung der Universität Duisburg-Essen die Maßnahme auswerten. Dabei wird geprüft, ob die Schulstraße gut angenommen wird und ob sie die Sicherheit tatsächlich verbessert. Erst danach kann entschieden werden, wie es dauerhaft weitergeht. Für eine dauerhafte Einführung wäre nach Angaben der Stadt ein entsprechender Beschluss der Bezirksvertretung nötig. Die neuen Bringzonen und die Erprobung der Schulstraße sind Teil der Essener Schulwegsicherung. Die Stadt setzt dabei auf eine Kombination aus Kontrollen, Verkehrsplanung und Angeboten für Eltern.

Wann die neuen Maßnahmen genau umgesetzt werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Anzeige

Mehr Nachrichten aus Essen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige