
Wie funktioniert das Projekt "Baumfluencer" in Essen?
Wer im Sommer in Essen im Grugapark unterwegs ist, wird dort an einigen Bäumen neue Holzschilder entdecken. Sie sind Teil des Projekts "Baumfluencer". Auf den Schildern sind QR-Codes. Wenn Ihr die scannt, erscheinen kurze Videos auf Euren Handys, in denen die Stadtbäume ihre Geschichte erzählen. Linde, Eiche, Platane und Ahorn reinigen zum Beispiel die Luft, binden CO2, spenden Schatten und bieten Lebensraum für viele Tierarten. Gleichzeitig leiden sie unter Trockenheit, verdichteten Böden und Schadstoffen.
Auch Schulen können von diesem Angebot profitieren: Es gibt eine eigene Projektwebsite mit verschiedenen Unterrichtsmaterialien und auch mehrsprachigen Begleittexten, heißt es von der Stadt Essen.
Auch Essenerinnen und Essener erzählen ihre Geschichten
"Der Baum, an dem wir uns immer zum Knutschen getroffen haben" oder auch "der Baum, unter dem ich immer mein Pausenbrot gegessen habe". Auch solche Geschichten verbergen sich hinter den QR-Codes. Kinder, Nachbarinnen und Nachbarn oder auch Besucherinnen und Besucher erzählen ihre eigenen Geschichten, die sich mit den Bäumen verbinden. Die Videos sind eine Mischung aus emotionalen Geschichten und lehrreichen Fakten rund um die Bäume.
Das neue Projekt ist ein erster Schritt zur Digitalisierung des Botanischen Gartens im Rahmen des Gruga-Parkentwicklungskonzepts.
Welche Technik steckt hinter dem Projekt "Baumfluencer"?
Baumfluencer nutzt die Mechanismen sozialer Netzwerke, wie kurze Clips, QR-Codes und Hashtags, um deren Logik umzudrehen. Es geht nicht um Klicks, sondern um Wurzeln. Nicht um Reichweite, sondern um Nachhaltigkeit. Baumfluencer wird von Baumretter e.V. unter der Regie von Rolf S. Wolkenstein realisiert und gefördert vom Fonds Soziokultur e.V. - Stadt Essen.