
Schüsse in Essen-Altendorf: Was ist im Juli letztes Jahr passiert?
Am Landgericht in Essen-Rüttenscheid ist am Dienstagmorgen (19. Mai) der Prozess gegen einen 58 Jahre alten Mann gestartet. Ihm wird unter anderem versuchter Totschlag vorgeworfen. Es geht um einen Vorfall an der Siemensstraße in Altendorf im Juli letzten Jahres. Der 58-Jährige soll vom Hinterhof aus - wo gerade ein Kindergeburtstag gefeiert wurde - auf die Fenster eines Wohnhauses geschossen haben. Dahinter stand ein damals 37 Jahre alter Mann. Er wurde nicht getroffen. Laut Anklageschrift sollen die beiden vorher einen Streit gehabt haben. Das Opfer soll den mutmaßlichen Täter vor einer anderen Person blamiert und ihn so in seiner Ehre verletzt haben. Weil das Opfer nicht aus seiner Wohnung herauskam, feuerte der 58-Jährige erst auf den Boden, später zwei Mal auf das Fenster.
Polizei Essen hatte wegen Clanbezugs ermittelt
Die Polizei Essen hatte damals mit Fotos nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet und auch wegen eines Clanbezugs ermittelt. Den kann das Landgericht bisher weder bestätigen noch dementieren, heißt es auf Radio Essen-Nachfrage. Zielfahnder des Landeskriminalamts hatten den Mann dann im November letztes Jahr in Lünen gefunden und festgenommen. Nicht nur er ist angeklagt, sondern auch ein 27 Jahre alter Mann. Er soll bei dem Vorfall dabei gewesen sein und die Pistole entsorgt haben.
Beide Angeklagten haben sich am ersten Prozesstag nicht geäußert, ein Urteil soll im Juli fallen.