
Wie wird ein Schüler aus Essen zum Bobfahrer?
Bobfahren ist in Essen als Sportart eher selten. Deswegen ist es umso spannender, wenn ein Schüler vom Carl-Humann-Gymnasium in Steele in der Jugendnationalmannschaft trainiert. Julian Herbrand hat das geschafft. Er hat mit Kugelstoßen und Diskuswerfen in Überruhr angefangen, ist dann zum TV Wattenscheid 01 gewechselt und trainiert auch dort immer noch fast täglich Leichtathletik. Vor ein paar Monaten war er dann zum ersten Mal in Winterberg und hat dort einen Bob angeschoben. Die Trainer waren von ihm begeistert. Er hat ohne Übung eine Rekordzeit geschafft. Jetzt will er mehr und fährt drei Mal im Monat nach Winterberg, um dort zu trainieren, erzählt er Radio Essen-Moderatorin Anna Bartl.
Sportkarriere für Essener eine Herausforderung
Für Julian aus Essen ist seine Sportkarriere eine echte Herausforderung. Er ist erst 17 Jahre alt, fährt also noch nicht Auto und deswegen immer mit Zug nach Winterberg. Für eine Strecke braucht er vier Stunden. Er macht gerade seinen Führerschein und seine Trainer in Winterberg haben beim Straßenverkehrsamt um eine Sondererlaubnis für ihn gebeten, damit er schon mit 17 allein Auto fahren darf. Das würde viel Zeit sparen. Seine Freunde trifft er meistens im Verein und beim Sport. Im nächsten Jahr will er schon bei den Jugendmeisterschaften in Königssee dabei sein. Dafür muss er aber dranbleiben und weiter trainieren. Außerdem hofft er auf eine Sportförderung des Landes NRW. Und eine weitere Herausforderung: Julian braucht extra große Spezialschuhe für den Sport. Die gibt es hier nicht, die muss er in Kanada bestellen.
