Sanierung des Deilbachhammers verzögert sich

Wahrscheinlich kann man den Deilbachhammer erst Ende nächsten Jahres wieder komplett besichtigen. Dann werden alle Häuser gemeinsam übergeben. Zuletzt gab es Probleme mit dem Denkmalschutz.

© Johannes Hoppe / Radio Essen

Die Sanierungen am Deilbachhammer laufen schon seit zwei Jahren

Voraussichtlich kann der Deilbachhammer erst Ende nächsten Jahres wieder besucht werden. Dann sollen alle Häuser fertig saniert und übergeben sein. Die Arbeiterhäuser und der Eisenhammer sind jetzt schon fast fertig und könnten eigentlich wie geplant im Herbst übergeben werden. Die Verantwortlichen haben sich aber dafür entschieden, sie erst gemeinsam mit dem Meisterhaus zu übergeben. So werde das Gesamtkonzept sichtbar, sagt der Vorsitzende des historischen Vereins, der mitverantwortlich für die Sanierung ist. Die Arbeiten am Meisterhaus dauern aber voraussichtlich noch bis Ende nächsten Jahres, weil die Bausubstanz in einem sehr schlechten Zustand war. Erst dann kann man den Deilbachhammer wieder komplett besichtigen.

Zuletzt hatte die Denkmalschutzbehörde auch für Verzögerungen gesorgt. Sie habe beispielsweise entscheiden, welche Fenster eingebaut werden und welche Tapeten in den Räumen hängen dürfen, sagt der Vorsitzende des historischen Vereins.

Einige Räume sollen nach der Sanierung tatsächlich genutzt werden

In die Arbeiterhäuser zieht ein Standesamt und ein Gastronomiebetrieb ein. Im Meisterhaus entstehen unter anderem zwei Mietwohnungen. Außerdem sind Schulungsräume angedacht. Der Deilbachhammer ist der letzte vorindustrielle Schmiedehammer im Ruhrgebiet, der an seinem Originalplatz steht. Das ganze Gelände soll zu einem "kleinen Zollverein" werden, sagt das Ruhrmuseum.

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