RWE und Eon aus Essen teilen innogy unter sich auf

Die Essener Energieriesen RWE und Eon dürfen innogy unter sich aufteilen. Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union haben ihr Okay dafür gegeben. Es gibt aber Auflagen.

EU-Kommission erlaubt Deal zwischen RWE und E.ON

Der Zusammenschluss von RWE und Eon wird nicht zu weniger Auswahl oder höheren Preisen führen. So sagt es die EU-Kommission. Sie hat den Deal in den letzten Monaten genau geprüft. RWE und Eon teilen jetzt innogy unter sich auf. Die Wettbewerbshüter geben aber ein paar Auflagen. Unter anderem muss Eon 34 Ladestationen für Elektroautos an deutschen Autobahnen abgeben. Außerdem darf Eon die meisten Verträge mit seinen Heizstromkunden in Deutschland nicht behalten. Eon aus Rüttenscheid übernimmt die Netze und das Endkundengeschäft von innogy, RWE bekommt die erneuerbaren Energien.

Innogy in Essen nach drei Jahren vor dem Aus

Die Aufteilung bedeutet gleichzeitig das Ende für innogy aus dem Südviertel. Es gibt die RWE-Tochter erst seit drei Jahren. Der Großteil der mehr als 40.000 Mitarbeiter wechselt zu Eon. Bis zu 5000 Stellen sollen ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden. RWE wird mit dem Deal zum Produzenten und Großhändler von Strom. Eon hat keine Kraftwerke mehr und will sich ganz auf den Verkauf und den Transport konzentrieren.

Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßt den Deal der Essener Energieriesen

Am Abend nach der Vollzugsmeldung hat auch Oberbürgermeister Thomas Kufen Stellung bezogen: "Die Energiewende stellt alle Akteure vor große Herausforderungen. Dass sich zwei Essener Unternehmen zusammentun und den Weg gemeinsam gehen, ist eine gute Nachricht", schreibt er. „Die Aktivitäten Netz und Vertrieb sowie Erzeugung zu bündeln, ist nachvollziehbar und klug. RWE leitet damit schrittweise den Übergang von der Nutzung fossiler Energieträger auf erneuerbare Energien ein. Auch Eon hat sich in den letzten Jahren neu aufgestellt und auf die Energiewende ausgerichtet – ein wichtiger Beitrag zum Strukturwandel in Essen. Das begrüße ich ausdrücklich. Der Energiestandort Essen wird mit dem heutigen Schritt langfristig gestärkt. Davon bin ich überzeugt."

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