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Raucher vs. Nichtraucher - Die Radio Essen Themenwoche
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Raucher vs. Nichtraucher - Die Radio Essen Themenwoche

Es gibt wohl kaum ein anderes Thema, das die Geister der Arbeitnehmer so sehr scheidet: Raucherpausen. Wir haben mit Essener Unternehmen darüber gesprochen. Außerdem waren wir bei einer Hypnotiseurin, die Euch hilft, mit dem Rauchen aufzuhören.

Veröffentlicht: Montag, 03.02.2020 05:00

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Essen: Mit Hypnose zum Nichtraucher

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Einmal kurz die Augen schließen, wegdämmern und anschließend rauchfrei durchs Leben gehen. Hypnose wird unter Rauchern immer beliebter. Doch es gibt keine Garantie dafür, dass sie am Ende funktioniert. Es braucht auch Willenskraft, um rauchfrei zu bleiben, erklärt Hypnosetherapeutin Dr. Manuela Vanheiden im Interview mit Radio Essen:



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Raucher vs. Nichtraucher - Die Radio Essen Themenwoche
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Raucherpausen: So regeln es Essener Arbeitgeber

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Ausstempeln oder Vertrauensbasis? Viele Unternehmen setzen aufs Ausstempeln. Die Zeit, die er in der Raucherpause verbringt, muss der Beschäftigte dann nacharbeiten. So regelt es unter anderem die Stadt Essen. Auch das Deutsche Post Logistikzentrum in Essen sowie die Essen Marketing sagen, wer außerhalb seiner Pausenzeit zusätzlich noch eine Rauchen geht, muss das eintragen. Die ThyssenKrupp AG setzt hingegen auf Vertrauen. Laut Pressesprecher Thomas Reinhold gibt es zwar Raucherräume, aber es werde nicht kontrolliert, wie oft jemand den Arbeitsplatz zum Rauchen verlässt.

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US-Unternehmen stellt keine Raucher mehr ein

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Raucher vs. Nichtraucher - Die Radio Essen Themenwoche
© Kristin Mockenhaupt/Radio Essen
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Der Auto-Vermieter U-Haul aus den USA stellt ab dem 1. Februar keine Raucher mehr ein. Der Grund: In den USA können für rauchende Mitarbeitende höhere Abgaben für die Krankenversicherung fällig werden, die dann unter anderem der Arbeitgeber zahlt. Wäre ein solches Vorgehen eigentlich auch in Deutschland möglich? Ja, sagt Arbeitsrechtler Thomas Vomfell aus Bredeney im Radio Essen-Interview:


"Ich weiß, dass viele Menschen darüber diskutieren, ob das eine Diskriminierung nach dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) ist und das ist schon seit vielen Jahren entschieden worden. Rauchen ist kein Merkmal, das nach dem AGG einen Diskriminierungstatbestand auslösen könnte." (Thomas Vomfell)

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Ist das eine gute Lösung?

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Essener Arbeitsrechtler: Das sollten Raucher wissen

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Raucherpausen könnten vom Chef verboten werden. Es gibt keine gesetzliche Regelung dafür. Die meisten Arbeitgeber sind aber kulant, lassen die Raucher ihre Pausen machen. Aber auch da gelten Regeln:

"Der Arbeitgeber kann betriebliche Ordnung aufstellen und kann sagen, das sind die Spielregeln, nach denen mein Unternehmen funktioniert. Und wenn es dazugehört zu sagen, das ist der Raucherraum, dann und dann kannst du eine Rauchen gehen, dann gehört das zur betrieblichen Ordnung. Wer dagegen verstößt, kann abgemahnt werden." (Thomas Vomfell)

Wer eine Raucherpause macht, sollte auch wissen: Er oder sie ist währenddessen nicht versichert:

"Rauchen ist eine Privatangelegenheit. Wenn ich mich also ordnungsgemäß abgemeldet habe, dann bewege ich mich im Privatbereich und wenn ich dann einen Unfall habe, bin ich nicht versichert. Es sei denn: Dieser Unfall ist zurückzuführen auf Besonderheiten des Betriebsgeländes. Stichwort: Verkehrssicherungspflicht. Aber grundsätzlich, bin ich nicht versichert." (Thomas Vomfell)

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Raucher vs. Nichtraucher - Die Radio Essen Themenwoche
© Thomas Vomfell
Thomas Vomfell, Arbeitsrechtler in Bredeney
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NRW fordert Rauchverbot im Auto, wenn Kinder dabei sind

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Das Rauchen in Autos soll nach dem Willen der Bundesländer verboten werden, wenn Schwangere oder Kinder mit im Wagen sitzen. Schädigungen der Lunge, erhöhtes Krebsrisiko und Wachstumsstörungen sind nur einige der möglichen Folgen des Passivrauchens, dem sich Minderjährige oder ungeborene Kinder nicht selbstständig entziehen könnten. Laut Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums sind rund eine Million Kinder in Deutschland Tabakrauch im Auto ausgesetzt.

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