Prozessstart zwölf Jahre nach Juwelierraub im Südviertel

Heute startet am Landgericht der Prozess um einen Juwelierraub auf der Huyssenallee. Der mutmaßliche Täter soll aber nicht nur in Essen, sondern in ganz Europa Juweliere überfallen haben.

© Till Schwachenwalde / Radio Essen

Gericht entscheidet über zwei Raubüberfälle im Ruhrgebiet

Zwölfeinhalb Jahre hat es gedauert, bis der Prozess starten konnte. Der mutmaßliche Täter saß zuletzt nämlich in Spanien im Gefängnis und war deshalb verhindert. Er hatte vorher ein Schmuckgeschäft in Madrid ausgeraubt. Der Überfall auf das Juweliergeschäft auf der Huyssenallee hat bereits im Dezember 2006 stattgefunden. Dabei soll der mutmaßliche Täter mit drei Mittätern eine Mitarbeiterin mit einer Pistole bedroht und die Inhaberin zu Boden geschlagen haben. Bei dem Überfall wurden Uhren und Schmuck im Wert von insgesamt 215.000 Euro gestohlen.

Der mutmaßliche Täter soll europaweit Juweliere ausgeraubt und dabei verschiedene Decknamen benutzt haben. Bei dem Prozess bei uns am Landgericht geht es neben dem Fall aus dem Südviertel auch um einen Überfall in Marl aus dem Jahr 2011. Dabei soll der mutmaßliche Täter ebenfalls die Mitarbeiter eines Juweliers mit einer Waffe bedroht haben und danach mit einem Auto geflüchtet sein. Dabei seien er und seine drei Mittäter aber verunglückt. Sie sollen dann mit Hilfe von Waffengewalt ein zweites Auto und später auf der A43 ein drittes Auto gestohlen haben. Bei diesem Raubüberfall wurden Uhren im Wert von über einer halben Millionen Euro gestohlen.

Das Urteil zu den beiden Überfällen wird Ende September erwartet. Dem Angeklagten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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