Polizei Essen: Mit der Zeitumstellung beginnt die Hochsaison für Einbrecher

Mit der dunklen Jahreszeit beginnt auch wieder die Zeit für Einbrecher. Sie können so leichter von außen erkennen, ob jemand zu Hause ist oder nicht, sagt die Polizei Essen. Die Einbrecher selbst seien außerdem im Dunkeln schlechter zu sehen und so besser geschützt.

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Einbruchszahlen gehen weiter zurück

Schon im letzten Jahr wurde weniger eingebrochen als noch in 2017. In diesem Jahr setzt sich der Trend fort, sagt die Polizei. Seit Jahren leistet die Polizei bereits umfangreiche Aufklärungsarbeit. Immer wieder geht sie auf Immobilien- und Verbrauchermessen und erklärt, mit welchen Maßnahmen Wohnungen und Häuser besser abgesichert werden können. Denn Einbrecher können schon mit einem einfachen Schraubenzieher in Sekunden durch ein Fenster oder eine Tür in die Wohnung gelangen. Die Polizei berät ganz individuell oder auch in Gruppen. Als nächstes sind die Polizisten vom Kommissariat Prävention und Opferschutz auf der Messe "Mode, Heim und Handwerk" zwischen dem 9. und dem 17. November in der Messe Essen in Rüttenscheid. Die Kommissare bieten außerdem Vorträge in der Volkshochschule, Wohnungsbausgesellschaften und Sozialverbänden an.

Mutmaßlicher Täter gefasst

Auch bei der Aufklärung von Einbrüchen hat die Polizei hin und wieder Erfolg. Nach intensiver Tatortarbeit konnte die Polizei jetzt einen 50-jährigen Verdächtigen aus Essen festnehmen. Ihm werden 11 Wohnungseinbrüche mit Diebstählen in der Zeit von Oktober 2017 bis Juni 2019 zugeordnet. Im Moment sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem schwerer Raub vorgeworfen. Noch wartet die Polizei aber auf das Ergebnis der Auswertung der DNA-Spuren, um eindeutige Beweise vor Gericht vorlegen zu können.


Folgen für Einbruchsopfer gravierend

Wer Opfer eines Einbruchs wird, verliert nicht nur Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände. Vor allem verlieren die Opfer das Vertrauen in die Sicherheit. Manche wollen nicht mehr in der Wohnung bleiben, in die eingebrochen wurde und müssen ihr gewohntes Umfeld verlassen. Bei manchen Einbruchsopfern können sogar ein psychische Folgen auftreten.


Polizei setzt auf mehr Aufmerksamkeit

Ein weiterer Grund für die sinkenden Einbruchszahlen sind die Präventionsstreifen der Polizei. Basierend auf einem Computersystem wird prognostiziert, wo in Zukunft Einbrüche stattfinden könnten. Zusammen mit den Erfahrungswerten der Kommissare ergibt das jeweils den aktuellen Einsatzplan für zivile und uniformierte Streifen. Außerdem setzt die Polizei auch auf die Aufmerksamkeit der Nachbarn. Wer etwas Verdächtiges in seinem Umfeld wahrnimmt, sollte lieber einmal mehr die 110 anrufen als nichts zu tun.


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