
Was war los im Charleston-Pflegeheim in Essen?
Das Charleston-Pflegeheim im Ostviertel in Essen durfte seit Oktober keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner mehr aufnehmen. Die zuständige WTG-Behörde der Stadt hatte das angeordnet. Der Grund: Schwere Pflegemängel. Zum Beispiel wurden Wunden von Bewohnerinnen und Bewohnern nicht richtig versorgt und Medikamente nicht richtig ausgegeben. Der Träger des Heims hatte damals kurz vorher schon selbst entschieden, keine neuen Bewohnerinnen und Bewohner mehr aufzunehmen und hat freiwillig Bewohner auf andere Heime verlegt. Das hat aber für Chaos und vielen Fragezeichen bei den Angehörigen gesorgt. Das Heim wollte sich personell neu aufstellen und das Haus sanieren.
Wie ist die Lage in dem Pflegeheim in Essen jetzt`?
Während des Belegungsstopps hat die Stadt Essen das Pflegeheim regelmäßig kontrolliert. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Pflegequalität schon zu Januar gebessert hat. Unter Auflagen durfte das Heim deswegen im Februar wieder Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmen. Die Situation sei auch weiterhin gut geblieben, alle würden adäquat versorgt, so die Stadt. Deswegen wurde der angeordnete Belegungsstopp zum 1. April komplett aufgehoben. Trotzdem wird das Haus erstmal nicht wieder voll belegt - es laufen noch Sanierungsarbeiten. Auch jetzt muss sich das Heim noch mit der WTG-Behörde der Stadt abstimmen, wenn es neue Bewohnerinnen und Bewohner aufnimmt. Außerdem muss es regelmäßig Nachweise darüber liefern, dass die Versorgung sicher gestellt ist. Die WTG-Behörde wird das vor Ort weiterhin kontrollieren.