Olympische Spiele: Essener Schwimmer Christian Keller vor IOC-Entscheidung

Die Olympischen Spiele in Japan stehen wegen des Coronavirus auf der Kippe. Der Essener Christian Keller war selbst als Schwimmer bei Olympia und kommentiert die Schwimm-Wettkämpfe. Wir haben mit ihm vor der IOC-Entscheidung gesprochen.


© Kerstin Buchwieser / Funke Foto Services

Olympische Spiele: IOC sollte Spiele verlegen

Christian Keller aus Essen war selbst als Schwimmer bei den Olympischen Spielen und kommentiert Schwimm-Meisterschaften. Er sagt im Interview mit Radio Essen: Da die Athleten aufgrund geschlossener Hallenbäder nicht trainieren können, gebe es einen "eklatanten Trainingsrückstau". Der Deutsche Schwimmverband hat zudem den Qualifikations-Wettkampf abgesagt, sodass sich die Schwimmer gar nicht für Olympia qualifizieren konnten. Selbst wenn sie durch eine Sonder-Erlaubnis zugelassen werden, wäre dies nicht ganz fair.

"Das IOC tut gut daran, die Olympischen Spiele zu verlegen. Das wäre sicherlich der richtige Weg. (...) Eine Komplett-Absage wäre schade", so Schwimm-Experter Christian Keller. Die Schwimmer müssten sich jetzt aber fit halten, damit die Muskulatur trainiert bleibt und die Schwimmer die Leistung beim Wettkampf abrufen können. Das bedeutet zum Beispiel Crosstrainer und Radfahren.

Ob Christian Keller trotz der aktuellen Corona-Krise nach Japan reisen würde? "Ich würde mit einem unguten Bauchgefühl anreisen", so der Schwimm-Experte.

© Radio Essen

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