
Was genau soll bei der Ausstellung in Essen gezeigt werden?
Das Ruhr Museum in Essen möchte eine der prägendsten Erfahrungen der jüngsten Zeitgeschichte festhalten: Die Corona-Pandemie. Leere Straßen, abgesagte Feiern, Homeschooling und Homeoffice, Videotelefonate, Masken, Abstandsregeln, Impfungen, Proteste und Solidaritätsaktionen, das alles war Alltag zu Zeit der Corona-Pandemie, auch hier in Essen. Alle haben diese Zeit erlebt und ihre eigenen persönlichen Erinnerungen. Damit diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät, startet das Ruhr Museum jetzt einen öffentlichen Sammelaufruf. Die Sonderausstellung soll im Frühjahr 2027 eröffnet werden.
Was wird gesammelt?
Im Prinzip kann jede Erinnerung, die man anfassen kann, Teil der Ausstellung im Ruhr Museum werden. Das können Dokumente, Fotos oder auch persönliche Geschichten sein. Die Erinnerungsstücke sollen zeigen, wie Menschen im Ruhrgebiet diese außergewöhnliche Zeit erlebt haben – im privaten, beruflichen oder öffentlichen Leben.
"Dies können zum Beispiel Erinnerungsstücke an Nachbarschaftshilfe, Solidaritätsaktionen oder kreative Projekte sowie Tagebücher, Briefe, Fotografien, persönliche Notizen sein. Ebenso willkommen sind Dinge aus Kultur, Gastronomie, Schulen, Vereinen oder systemrelevanten Berufen sowie Zeugnisse digitaler Kommunikation. Oft erzählen gerade die unscheinbaren Dinge besonders eindrucksvoll vom Alltag während der Pandemie", heißt es in einer Mitteilung vom Ruhr Museum.
Wo kann ich meine Erinnerungsstücke abgeben?
Ihr könnt Fotos und Infos zu Euren Erinnerungsstücken über ein Online-Formular, per Mail (sammlung@ruhrmuseum.de) oder per WhatsApp (0175 9345926) an das Ruhr Museum schicken. Auch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Museums (0201 24681-555) ist möglich.
An zwei Wochenenden könnt Ihr sie auch persönlich vorbei bringen. Am 03.07., 04.07., 06.07. und am 18.07. ist das Schaudepot Ruhr Museum (Heinrich-Imig-Str. 9, 45309 Essen) jeweils zwischen 11:00 Uhr und 18:00 Uhr geöffnet.
Was wurde bisher beim Ruhr Museum in Essen abgegeben?
Für die neue Ausstellung des Ruhr Museums in Essen sind schon einige persönliche Erinnerungsstücke an die Corona-Pandemie vorbeigebracht worden. Lustige Sachen wie ein Tannenbaumanhänger mit einem Weihnachtsmann, der eine Maske trägt. Aber auch Plakate von Demos aus der Zeit und ein Aluhut. Natürlich wurden auch viele selbst genähte Masken abgegeben. Auch sehr private Einblicke wie aus einem Corona-Tagebuch sind Teil der bisherigen Sammlung. Elisabeth Hoffmann aus Fischlaken hat das Tagebuch eigentlich erstmal nur für sich selbst geschrieben.
"Das sind einfach ganz persönliche Erlebnisse, Gefühle, Ängste, Wahrnehmungen, die ich dokumentiert habe", erzählt die Autorin.
Jetzt teilt sie diese privaten Einblicke in der Ausstellung des Ruhr Museums.




