Nach Unglück in Essen: Nächstes Konzert am Baldeneysee

Knapp zwei Wochen nach dem Umfallen einer LED-Wand mit 31 Verletzten am Seaside Beach ist heute das nächste Konzert. Der Rapper Alligatoah tritt auf. Die Stadt hat die Bühne abgenommen und setzt auf Verbesserungen rund um die Fluchtwege. Alle Verletzten sind inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen.

© Radio Essen

Stadt prüft Bühne am Seaside Beach in Essen

Statik: In Ordnung. Gewichte, die die Bühne halten: Auch in Ordnung. Die Experten der Stadt sind zufrieden. Sie haben das Grundgerüst der Bühne am Seaside Beach genau geprüft. Die Technik und die LED-Wände gehören allerdings nicht dazu. Dafür ist der Bühnenbaumeister selbst verantwortlich. Der Veranstalter des Konzerts will sich zu Vorbereitung und Sicherheit auch auf mehrfache Nachfrage nicht äußern. Er lässt auch keine Journalisten mehr auf das Gelände. So konnten wir uns von Radio Essen nur von einem Schiff der Weißen Flotte aus einen Überblick verschaffen. Auch beim Konzert heute Abend hat die schwarze Bühne wieder zwei LED-Wände. Es sind aber kleinere als bei den Konzerten vor zwei Wochen.

Seaside Beach am Baldeneysee Essen vor dem Konzert von Alligatoah Mark Forster© Sven Christian Schulz / Radio Essen
Seaside Beach am Baldeneysee Essen vor dem Konzert von Alligatoah Mark Forster
© Sven Christian Schulz / Radio Essen

Mehr Hinweise auf Fluchtwege am Baldeneysee

Viel Kritik gab es vor zwei Wochen an den Fluchtwegen. Fans haben gesagt, dass quasi alle durch einen Ausgang mussten und es viel zu dunkel war. Die Stadt sagt, dass es grundsätzlich genug Ausgänge gibt. Offenbar wussten die Fans nicht gut genug Bescheid. Deshalb soll es jetzt Durchsagen geben, die auf die verschiedenen Fluchtwege hinweisen. Die Ordner werden noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Fans durch verschiedene Ausgänge schicken können. Außerdem wird die Stichstraße der Freiherr-vom-Stein-Straße besser beleuchtet.

Verletzten bei Konzert von Casper und Materia geht es besser

Die Polizei ermittelt weiter, wie es zum Umfallen der LED-Wand beim Konzert von Casper und Materia gekommen ist. Ein Gutachten dazu steht noch aus, heißt es. Das Hinweisportal im Internet hat die Polizei geschlossen. Sie hat darüber 78 Videos und Fotos von Konzertbesuchern bekommen und sichtet sie weiter. Bei dem Unglück wurden 31 Menschen verletzt, zwei schwebten zwischendurch in Lebensgefahr. Inzwischen sind alle aus dem Krankenhaus entlassen und auf dem Weg der Besserung, sagt die Polizei. Während des Konzerts ist plötzlich eine starke Sturmböe über das Gelände gezogen und eine LED-Wand abgestürzt. Für die Konzerte am Wochenende spricht der Deutsche Wetterdienst in Schuir von stabilem Hochdruckwetter.

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