
Schwieriger Start nach Dresden-Drama
Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage gegen den HC Elbflorenz Dresden musste der TUSEM Essen beim VfL Lübeck-Schwartau direkt wieder liefern. In der Hansehalle entwickelte sich früh ein zähes Spiel, geprägt von vielen Fehlern auf beiden Seiten. Essen verteidigte ordentlich und kam zwischenzeitlich gut ins Tempospiel, ließ im Angriff jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt. Lübeck zeigte sich etwas effizienter und nahm eine knappe 14:12-Führung mit in die Pause.
Fehlerfestival verhindert klare Führung für Essen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zerfahren. Der TUSEM arbeitete sich mehrfach zurück, verpasste es aber immer wieder, das Momentum zu nutzen. Fehlpässe, technische Fehler und vergebene Großchancen verhinderten eine mögliche Führung. Lübeck blieb dadurch im Spiel und konnte sich trotz eigener Ungenauigkeiten immer wieder leicht absetzen. Vor allem Torhüter Mark Ferjan wurde für die Gastgeber zum entscheidenden Faktor.
Offene Schlussphase mit viel Drama
In der Crunchtime entwickelte sich ein echter Schlagabtausch. Essen kämpfte sich mehrfach heran, Felix Mart, Valentin Willner und Felix Göttler sorgten für wichtige Treffer. Dennoch lief der TUSEM meist einem Rückstand hinterher. Erst in der Schlussminute gelang der Ausgleich: Willner traf zum 29:29, nachdem zuvor ein Siebenmeter für Lübeck die Gastgeber wieder in Führung gebracht hatte. Die Spannung in der Halle war greifbar.
Wichtiger Punkt trotz vieler Fehler
Den letzten Angriff der Lübecker verteidigte der TUSEM mit großem Einsatz - Block und Parade sicherten den Punktgewinn. Angesichts der vielen vergebenen Chancen können sich die Essener glücklich schätzen, überhaupt etwas Zählbares mitzunehmen. Gleichzeitig zeigt die Mannschaft erneut Moral im Abstiegskampf. Da auch der direkte Konkurrent aus Krefeld zwei Punkte holt, bleibt die Lage eng. Der TUSEM rutscht trotz Punktgewinn auf einen Abstiegsplatz.
Essen in Zahlen: Torschützen und Paraden
VfL Lübeck-Schwartau - TUSEM Essen 29:29 (14:12).
VfL Lübeck-Schwartau: Leon Ciudad Benitez (2), Nadav Cohen (1), Ole Hagedorn (5), Thore Kjell Heinemann (3), Paul Holzhacker (6), Mahmoud El-Shobaky (1), Einar Nickelsen (5), Oliver Juhl Refsgaard (5), Ole Schramm (1). Torhüter: Mark Ferjan (12 Paraden).
TUSEM Essen: Felix Eißing (4), Felix Göttler (3), Nils Homscheid (3), Oskar Kostuj (4), Felix Mart (6), Alexander Schoss (1), Finley Werschkull (2), Valentin Willner (3), Tom Wolf (3). Torhüter: Finn Knaack (11 Paraden), Dominik Plaue (2 Paraden).