Landgericht Essen: Prozess wegen Geldtransporter-Betrug

Am Landgericht in Essen startet ein Prozess um eine Bande aus mutmaßlichen Einbrechern, Betrügern und Dieben. Ihr größter Coup: Vor zwei Jahren sollen sie einen Bulli zu einem Geldtransporter umlackiert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem vor, damit rund 1,8 Millionen Euro erbeutet zu haben.

Landgericht in Essen-Rüttenscheid
© Radio Essen

Geldtransporter-Bande: Anklage wegen 14 Straftaten

Am Landgericht in Rüttenscheid startet heute ein großer Prozess um eine Bande aus mutmaßlichen Einbrechern, Betrügern und Dieben. Ihr größter Coup: Vor zwei Jahren sollen sie mit einem als Geldtransporter umlackierten Bulli rund 1,8 Millionen Euro erbeutet haben. Der Trick war hollywoodreif: Vier der insgesamt sieben Angeklagten sollen den Transporter so umlackiert haben, dass er aussah wie ein Geldtransporter - inklusive des Logos einer Sicherheitsfirma. Die Männer verkleideten sich laut Anklage auch selbst als Wachleute, fuhren bei einem großen Einzelhändler vor und holten die Geldkiste mit den Einnahmen einfach ab. Insgesamt 1,8 Millionen Euro erbeutete die Bande so. Die Mitglieder sind jetzt wegen 14 Straftaten angeklagt, von Drogen- und Waffenhandel über Raub und Diebstahl bis gefährliche Körperverletzung.

Angeklagter in Essen gesteht Millionenraub

Zum Start des Prozesses hat am Dienstag einer der Angeklagten ein kurzes Geständnis abgelegt. Der 45-Jährige war Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Er soll seine Komplizen mit Insiderwissen versorgt haben. Der Verteidiger hat recht kurz erklärt: "Die Vorwürfe treffen zu". Die sechs weiteren Angeklagten haben sich noch nicht geäußert.


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