
Was wird am Philippusstift in Essen gebaut?
Das Philippusstift in Borbeck bekommt rund 90,3 Millionen Euro für einen großen Ausbau. Das Geld kommt vom Land NRW und den gesetzlichen Krankenkassen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die Förderung Ende September zugesagt. Geplant ist unter anderem ein Neubau für die Notaufnahme und die Geriatrie, also die Behandlung älterer Menschen. Im bestehenden Krankenhaus soll außerdem eine neue Intensivstation eingerichtet werden. Die stationäre Psychiatrie soll künftig im Haus Berge in Bergeborbeck untergebracht werden.
Wann die Bauarbeiten am Philippusstift starten, steht noch nicht fest.
Warum ist der Ausbau für den Essener Norden so wichtig?
Das Philippusstift ist das letzte verbliebene Krankenhaus von ursprünglich drei großen Krankenhausstandorten im Essener Norden. Ende 2020 wurden das Marienhospital in Altenessen und das St.-Vincenz-Krankenhaus in Stoppenberg geschlossen. Das hatte damals für große Proteste gesorgt. Viele Menschen befürchteten längere Wege im medizinischen Notfall. Mit dem Ausbau sollen medizinische Angebote am Philippusstift gebündelt und die Versorgung im Essener Norden gestärkt werden. Die Pläne dafür gibt es bereits seit mehreren Jahren. Eine frühere Förderzusage musste wegen veränderter Rahmenbedingungen noch einmal überarbeitet werden.