Kirche Essen-Haarzopf: Glocken läuten erstmals nach 7 Jahren wieder

Die Glocken der ev. Kirche in Essen-Haarzopf haben sieben Jahre lang nicht mehr geläutet. Denn erst war die Kirche einsturzgefährdet, dann auch noch der Glockenturm. Sanierungsarbeiten in Millionenhöhe waren nötig, um die Kirche wieder sicher zu machen. Immerhin handelt es sich um eine ganz besondere Kirche.

© Sven Christian Schulz / Radio Essen

Glocken in Essen-Haarzopf läuten wieder

Eine Hiobsbotschaft nach der anderen musste die ev. Gemeinde in Essen-Haarzopf in den letzten sieben Jahren verkraften: Erst stellte sich überraschend heraus, dass die Kirche einsturzgefährdet ist. Sie wurde von jetzt auf gleich gesperrt und aufwendig saniert. Als die Kirche wieder sicher war, stellte sich heraus, dass auch der Glockenturm renoviert werden muss. Und als auch der saniert war, stufte ihn ein Statiker als "nicht sicher" ein. Jetzt sind endlich auch die letzten Arbeiten abgeschlossen und die Gemeinde feiert am 2. Advent feierlich die Wiedereinweihung des Glockenturms.

Radio Essen macht den Glocken-Check

Die ev. Kirche in Haarzopf ist ein Holzleimbinder-Bau. Diese Bauart wurde erst 1910 der Weltöffentlichkeit vorgestellt und war zum Bau der Kirche 1913 noch ganz neu. "Das war Fluch und Segen zugleich", sagt Pfarrerin Elisabeth Müller. Denn auf der einen Seite war die Technik noch gar nicht ausgereift. Auf der anderen Seite kommen heute von Architektur begeisterte Besucher aus aller Welt, um die erste Holzleimbinder-Kirche zu bestaunen. Doch die Holzleimbinder waren vor der Renovierung in einem sehr schlechten Zustand, "sie sind aufgegangen wie Blätterteig", so die Pfarrerin.

Unser Stadtreporter hat schon vor der Wiedereinweihung des Glockenturms mit Pfarrerin Elisabeth Müller die Glocken durchgecheckt.

© Sven Christian Schulz / Radio Essen

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