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Junge Leute sollen Essen digitaler machen
© Chantal Teubert / Radio Essen
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Junge Leute sollen Essen digitaler machen

Die Stadt Essen möchte stärker auf Digitalisierung setzen und Kinder und Jugendliche dabei in Zukunft stärker einbinden. Mit einem Ideenwettbewerb sollen sie digitale Ideen entwickeln und so Essen als „Smart City“ der Zukunft mitgestalten.

Veröffentlicht: Mittwoch, 15.04.2026 13:48

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"Young & Smart in Essen": Wie wird unsere Stadt digitaler und lebenswerter?

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In Essen sollen Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 18 Jahren mehr bei dem Thema Digitalisierung mitmachen. Dafür haben die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) und die Stadt Essen einen neuen Ideenwettbewerb gestartet. Das Ziel ist, dass junge Menschen ihre Ideen für die digitale Zukunft der Stadt einbringen können. Sie sollen mehr mitreden und die Stadt mitgestalten. Auch Oberbürgermeister Thomas Kufen findet das wichtig:

"Als "Smart City" leben wir davon, neue Ideen aufzugreifen und gemeinsam weiterzudenken. Kinder und Jugendliche bringen dabei oft besonders kreative und unvoreingenommene Ansätze ein.", so der Oberbürgermeister.

Essen ist im Bereich Digitalisierung im Vergleich zu anderen Städten in Deutschland schon gut aufgestellt. Mit dem Wettbewerb sollen jetzt noch mehr junge Menschen für digitale Themen begeistert werden. Außerdem sollen sie Ideen entwickeln, wie Essen noch moderner, nachhaltiger und lebenswerter werden kann. Die Ideen können zu fünf verschiedenen Themen rund um die „Smart City Essen“ eingereicht werden:

  1. Alle können mitmachen: Wie gelingt Teilhabe für alle - auch ohne Smartphone oder Internet?
  2. Die Stadt besser verstehen: Wie können Daten und Erfahrungen genutzt werden, um Essen weiterzuentwickeln?
  3. Sich sicher fühlen - überall: Welche Ideen sorgen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum - tagsüber und nachts?
  4. Saubere Orte zum Wohlfühlen: Wie bleiben Parks, Plätze und Straßen sauber und einladend?
  5. Gemeinsam lernen: Wie können Menschen in der Stadt voneinander lernen - analog und digital?
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Wie können junge Menschen in Essen mitmachen?

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In Essen können alle Kinder und Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren mitmachen. Die Teilnahme ist in Teams mit mindestens drei Personen möglich. Dabei ist egal, ob die Gruppe aus der Schule, einem Sportverein oder einem anderen Umfeld kommt. Jedes Team wählt eines der fünf Themen aus und entwickelt dazu eigene Ideen. Diese werden dann schriftlich festgehalten. Zusätzlich können die Teams auch ein kurzes Video oder eine Audiodatei einreichen. Die Einreichungsphase beginnt am 15. April und endet am 15. Juli. Eure Ideen könnt Ihr hier loswerden. Danach bewertet eine Jury die Vorschläge und wählt die zehn besten Ideen aus.

Im November dürfen diese zehn Teams ihre Projekte noch einmal persönlich vor der Jury vorstellen. Die drei besten Ideen werden anschließend finanziell unterstützt und bei der Umsetzung begleitet. Die Plätze vier bis zehn erhalten Hilfe bei einer möglichen Crowdfunding-Kampagne.

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Junge Leute sollen Essen digitaler machen
© Chantal Teubert / Radio Essen
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Wie kam es in Essen zu dem Ideenwettbewerb?

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Am Gymnasium Essen Nord-Ost unterrichtet Pamela Gingel unter anderem Erdkunde. Im Lehrplan sei unter anderem vorgesehen, dass man sich mit Digitalisierung beschäftigen soll:

Wenn man das Schulbuch aufschlägt, findet man Singapur und Shanghai, man findet Produktionsprozesse der Industrie und in der Landwirtschaft - und nichts davon trifft die Lebenswelt meiner Schülerinnen und Schüler.

Die Lehrerin wollte wissen, was in Essen zu dem Thema passiert, und ist auf die Internetseite der EVV gestoßen, erzählt sie im Interview mit Radio Essen. Da war man „angetan“ davon, dass sich eine Schule für das Thema interessiert. So ist die Kooperation zustande gekommen. Letztes Jahr gab es schon einen Workshop für die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Essen Nord-Ost, bei dem bereits erste Ideen entstanden sind.

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