
Hundesport in Essen: So ist's heute
„3, 2, 1, Los!“ Auf das Signal von Kirsten rennt Hündin Kiba los. Das Mensch-Hunde-Gespann trainiert gerade den Geländelauf (Canicross) - eine der Disziplinen beim Turnierhundesport. Kiba zieht ihr Frauchen Kirsten an einer Leine durchs Gelände. Dabei können sie richtig schnell werden. Doch Hündin Kiba kann nicht nur schnell laufen. Auch beim Hindernislauf springt sie an der Seite von Kirsten mit Leichtigkeit über die verschiedenen Hürden. Dafür mussten die Beiden aber auch lange trainieren und zwar beim DVG MV Johann-Ludwig Hansmann e.V. Essen – ein Hundesportverein, der jetzt sein 75-jähriges Jubiläum feiert.
Hundesport in Essen vor 75 Jahren
Angefangen hat alles am 30. Juli 1950 in Bergeborbeck, als die Gründungsmitglieder aus einem einfachen Acker eine Platzanlage machten. Benannt nach Johann-Ludwig Hansmann. Darauf trainierten sie mit ihren Hunden den so genannten Schutzdienst. Dabei muss der Hund sein Herrchen vor einem „Täter“ (eine zweite Person mit Schutzausrüstung) schützen. Das trainiert der DVG MV J.L. Hansmann Essen inzwischen aber nicht mehr. Auf einer neuen Platzanlage in Borbeck fokussiert sich der Verein auf Turnierhundesport, „Obedience“ und „Rally-Obedience“. Beim Turnierhundesport müssen Mensch und Tier zusammen eine Reihe von Disziplinen (z.B. Geländelauf, Gehorsam, Hindernislauf) bewältigen. Bei „Obedience“ geht es darum, dass der Hund Kommandos exakt ausführt, bei der „Rally Obedience“ muss der Hund auf Kommandos in einem Parcours hören.
Gemeinschaft in Essen beim Hundesport
Das Besondere am Verein: Jeder ist willkommen. Im Vordergrund stehen die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit den Hunden. Das sagt auch Hundetrainerin Barbara im Radio Essen Interview.
Der DVG MV Johann-Ludwig Hansmann freut sich daher immer über neue Mitglieder. Egal, ob Welpe oder älterer Hund, egal ob groß oder klein: es geht in erster Linie um den Spaß.