Homeoffice: Was ist überhaupt versichert?

Viele von uns arbeiten aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr im Büro, sondern von zuhause aus. Das ergibt viele neue Möglichkeiten, aber auch Gefahren. Zum Beispiel, wie man überhaupt versichert ist, wenn etwas passiert.

Das Homeoffice ist für viele Firmen und Arbeiter seit 2020 Neuland. Manche arbeiten zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben von zuhause aus. Das Coronavirus Sars-Cov-2 hat auch in dieser Hinsicht das Leben vieler Menschen umgekrempelt. Homeoffice beziehungsweise Mobiles Arbeiten statt Büro. Der ein oder andere stellt sich, seitdem er aus den eigenen vier Wänden heraus arbeitet, wie und ob er überhaupt versichert ist, wenn ihm oder ihr etwas passiert. Eberhard Ziegler, Referatsleiter bei der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Versicherung im Homeoffice & Co.

Was ist versichert?

"Versichert ist sowohl auf der Arbeit als auch im Homeoffice die Tätigkeit mit dem Beschäftigungsverhältnis im Zusammenhang steht. Das heißt: Gehe ich zum Router, weil der beispielsweise ausgegangen ist und ich somit nicht weiterarbeiten kann und verletze mich dabei, ist dieser Vorgang versichert. Gehe ich allerdings in die Küche und hole mir was zu trinken, falle dabei die Treppen runter, ist das nicht versichert. Das wäre nämlich eine private Tätigkeit."

Kann man über einen Wegeunfall denn nicht doch versichert sein?

"Wer ausschließlich im Homeoffice kann keinen Wegeunfall erleiden, weil er da wo er arbeitet, ja sozusagen schon ist. Viele haben beim mobilen Arbeiten oder Homeoffice auch einen Bürotag. Dann ist es natürlich so, dass man versichert ist, wenn man einen Wegeunfall erleidet."

Wie kann ich mich zusätzlich absichern, dass am Ende nicht alle Kosten bei mir bleiben, wenn ich tatsächlich einen Unfall im Homeoffice habe?

"Wenn jemand privat vorsorgen muss, bleibt nur der Weg, eine private Unfallversicherung abzuschließen. Dieselbe, die dann auch greift, wenn man sich in seiner Freizeit verletzt oder einen Unfall hat." Weitere Infos zum Thema erhaltet ihr auf dieser Seite.

Autor: Joachim Schultheis

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