
"Freunde lässt man nicht im Stich" - Hilfe aus Essen für die Ukraine
Zuletzt gab es massive Angriffe auf Riwne, die ukrainische Solidaritäts-Partnerstadt von Essen in der westlichen Ukraine. Ein Verein aus Essen will helfen und fährt am Sonntag (18. Oktober) ins Kriegsgebiet.
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Verein aus Essen hilft in der Ukraine
Flucht-Rollstühle, Tragen und Transport-Liegen für Kinder - das und noch mehr wurde am Freitag (16. Oktober) bei der Feuerwehr Essen in zwei große Transporter geladen. Der Verein "Ukraine wir kommen" will am Sonntag (18. Oktober) nämlich Krankenhausbedarf in unsere 1650 Kilometer entfernte ukrainische Solidaritäts-Partnerstadt Riwne bringen. Die Stadt wurde in den letzten Tagen immer wieder Opfer von russischen Angriffen.
Dass der Verein hilft, sei eine Selbstverständlichkeit, sagt Wolfgang Kintscher, Vorsitzender von "Ukraine wir kommen":
"Wir fahren, weil wir den Eindruck haben, wir sollten helfen. Die Leute vor Ort sind mittlerweile unsere Freunde geworden und Freunde lässt man nicht im Stich."
Ein Teil des Materials stellt die Feuerwehr Essen zur Verfügung. Sebastian Gossens von der Feuerwehr:
"Wir unterstützen gerne. Wir schauen, welches Material wir nicht mehr brauchen. Wenn das Material aber noch technisch in Ordnung ist, dann freuen wir uns, über solche Wege die Geräte weiterzuverwenden."
Helfer aus Essen fahren ins Kriegsgebiet
Die Helfer aus Essen fahren in ein Kriegsgebiet. Wolfgang Kintscher sieht der Sache aber gelassen entgegen:
"Wir gehen in den Schutzkeller, wir nehmen eine Flasche Wasser mit und vielleicht ein bisschen was zu knabbern und warten einfach ab, bis die Entwarnung kommt. Wir sind alle ausgerüstet mit der Handy-App "Air Alert" und wir haben Telegram-Kanäle, die wir checken, um zu wissen, welche Fluggeräte da ankommen. Und das ist es. Wenn diese Dinger kommen, dann geht das so schnell, da kann man nicht mehr reagieren."
Am Donnerstagmorgen (22. Oktober) geht es für die Helfer wieder zurück nach Essen.

