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Hantavirus-Ausbruch: Feuerwehr Essen hilft!
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Hantavirus-Ausbruch: Feuerwehr Essen hilft!

Auf einem niederländischen Kreuzfahrtschifft sind drei Personen am Hantavirus gestorben. Die Feuerwehr Essen hilft jetzt einigen deutschen Passagieren.

Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 07:39

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Wie hilft die Feuerwehr Essen nach Hantavirus-Ausbruch?

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Die Feuerwehr Essen bringt vier Deutsche, die auf der "Hondius" unterwegs waren, zurück in die Heimat. Auf dem niederländischen Kreuzfahrtschiff ist das Hantavirus ausgebrochen. Ein niederländisches Paar und eine Deutsche sind deswegen gestorben. Zuletzt hatte das Schiff an der spanischen Urlaubsinsel Teneriffa angelegt. Von dort sind einige Passagiere unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zum Militärflughafen Eindhoven in den Niederlanden geflogen worden. Da haben sieben Einsatzkräfte der Essener und weitere der Frankfurter Feuerwehr vier Deutsche am Sonntagabend abgeholt. Mit speziellen Infektions-Rettungswagen sollten sie in die Uniklinik Frankfurt gebracht werden. Eine Bestätigung dafür, dass sie dort angekommen sind, steht noch aus.

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Wie geht es weiter nach dem Hantavirus-Ausbruch?

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Die vier betroffen Passagiere hätten im Moment keine Symptome. In der Uniklinik in Frankfurt werden sie nochmal untersucht. Dann sollen sie in ihre jeweiligen Bundesländer zurück und in Quarantäne. Die niederländischen Passagiere zum Beispiel müssen für sechs Wochen zu Hause in Quarantäne. Aktuell gibt es insgesamt sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle, sagt die Weltgesundheitsorganisation.

Das Schiff fährt jetzt mit einem Teil der Crew zurück nach Rotterdam. Dort wird das Schiff desinfiziert und die an Bord gestorbene Deutsche wird runtergebracht.

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Wie gefährlich ist das Hantavirus für uns in Essen?

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Das Hantavirus ist schon seit über 30 Jahren bekannt und nicht alle Virusarten sind durch engen Kontakt von Mensch zu Mensch übertragbar. Deswegen sieht Lars Schaade, der Chef des Robert-Koch-Instituts keine Gefahr für die Bevölkerung. Im ZDF-heute journal sagte er:

"Die gute Nachricht ist eigentlich, das ist kein Virus, das sich verbreitet. Und insofern kann ich, glaube ich, sagen: Ich sehe eigentlich keine Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland und auch keine Pandemie-Gefahr."

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC sieht das ähnlich. Selbst wenn sich weitere Menschen angesteckt haben, die schon vom Schiff evakuiert wurden, sei das Virus nicht leicht weiter übertragbar, "sodass es unwahrscheinlich ist, dass es zu vielen Infektionsfällen oder einem großflächigen Ausbruch in der Bevölkerung käme".

Die Weltgesundheitsorganisation vermutet, dass das niederländische Paar das Virus an Bord gebracht hat. Es könnte sich vorher in Argentinien angesteckt haben. Symptome wie Fieber, Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen treten in der Regel erst nach fünf Wochen auf.

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