Großeinsatz: Vorgehen gegen Gewerbesumpf

Die Stadt und Polizei gehen gegen illegalen Gewerbesumpf in Essen-Dellwig vor. Immer wieder soll es an der Ripshorster Straße Verstöße gegen die Bauordnung geben. Die Stadt beobachtet die Thematik schon länger.

© Luisa Flicke / Radio Essen

Illegaler Schrotthandel und Verstöße gegen die Bauordnung

Am Donnerstag (22. August) rücken die Stadt und die Polizei zu einem Großeinsatz an die Ripshorster Straße in Dellwig aus. Anwohner hatten wiederholt Hinweise und Beschwerden gemeldet. Das geht aus einem Bericht der WAZ hervor. Auf Radio Essen-Nachfrage bestätigt die Polizei, dass es den Einsatz gegeben hat. Unter anderem heißt es in dem Artikel, ein illegaler Beherbergungsbetrieb in der Nähe des Gewerbegebiets an der Ripshorster Straße sei von der Stadt dicht gemacht worden. Dort haben wohl zu viele Menschen in zu wenigen Räumen geschlafen. Tagsüber sollen sie Autos und Kühlschränke zerlegt haben, heißt es. Außerdem gab es wohl einen Verstoß gegen das Wasserrecht. In der Vergangenheit hatte es wohl schon immer Probleme mit der korrekten Entsorgung von Altölen und Kühlmitteln gegeben. Die Ausländerbehörde prüfe weiter zwei Fälle wegen mutmaßlichen illegalen Aufenthalts. Zudem wurden einige Autos widerrechtlich am Straßenrand geparkt, schreibt die WAZ.

Stadt hat Thematik schon länger im Blick

Auch Radio Essen hat in der Vergangenheit immer wieder über die Probleme an der Ripshorster Straße berichtet. Die Stadt hat die Thematik schon seit Jahren im Blick. Anfang 2019 hat sie zwei Problemhäuser vor Ort gekauft, auf deren Grundstück unter anderem alte Autoreifen und Kühlschränke lagen. Von dort aus soll ein Schrotthändler zum Beispiel Müll nach Afrika verschifft haben. Immer wieder gab es Kontrollen und Razzien. Bisher scheinen sie aber nicht viel gebracht zu haben. Durch den Kauf der Häuser hat die Stadt mehr Rechte und kann besser durchgreifen. Außerdem kann sie die zukünftigen Mieter da selbst bestimmen.

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