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Glaubens-Influencer in Essen: Seelsorge auf Instagram
© Madlen Gerick / Radio Essen
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Glaubens-Influencer in Essen: Seelsorge auf Instagram

Die Zeiten ändern sich, viele Dinge verlagern sich mehr und mehr in die Sozialen Medien. Auch das Bistum Essen merkt das und bietet deswegen Seelsorge auf Instagram an.

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.04.2026 14:39

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Was machen Glaubens-Influencer vom Bistum Essen?

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Sie postet aufmunternde oder beruhigende Worte, teilt, dass sie in der Mittagspause eine Pommes gegessen hat oder mit ihrem Hund spazieren war... Und sie weint vor der Kamera. Das alles tut Creatorin und Seelsorgerin Rebecca Weidenbach auf ihrem Instagram-Account rebecca.inspire. Den Account hat sie vor ein paar Jahren privat gegründet, mittlerweile ist er zu ihrem Beruf geworden. Sie führt ihn für das Bistum Essen, ist also quasi Influencerin für die Kirche.

"Also ich mach jetzt keine Werbung für irgendwas und zeig da mein Parfum oder sonst was in die Kamera, sondern es ist einfach: Ich berichte und erzähle was ich so tue, was irgendwie zu mir dazu gehört und das ist nun mal mein Glaubensleben auch."
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Bistum Essen zeigt Gesicht in der digitalen Welt

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Rebecca Weidenbach gehört zu einem dreiköpfigen Team im Bistum Essen, das für Seelsorge in den Sozialen Medien zuständig ist. Anders als reguläre Influencer sollen sie noch stärker in den Austausch gehen mit ihren Followerinnen und Followern, Ansprechpersonen sein für Sorgen und in Krisensituationen. Der Gedanke dahinter: Die Hemmschwelle sie zu kontaktieren ist eventuell nicht so groß, wie außerhalb der digitalen Welt.

"Natürlich haben wir noch immer Kirchen und Gemeindesäle und Menschen, die uns auch da besuchen und sich da wohl fühlen und zu Hause fühlen. Aber wir sind halt nicht mehr nur analog unterwegs. Und auch zu zeigen, wir haben ein Gesicht in der digitalen Welt, finde ich super super wichtig."
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Kirche in Essen ist "bunt, verrückt und weiblich"

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Wenn Menschen in Essen dadurch Interesse am Glauben finden, freut Rebecca Weidenbach das. Aber was sie mit ihrem Account auf keinen Fall will, ist irgendjemanden zu missionieren. Stattdessen soll ihr Kanal einen Eindruck davon vermitteln, wie Kirche heute sein kann. Er soll gerade für junge Menschen, die auf der Suche nach Spiritualität sind, eine Anlaufstelle sein.

"Man wird nicht mehr automatisch getauft und man fühlt sich nicht mehr automatisch in Kirche beheimatet. Und da dann zu zeigen: Hey, uns gibt es."

Rebecca Weidenbach möchte außerdem zeigen:

"Dass Kirche bunt, verrückt und weiblich ist."
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Follower schätzen Authentizität

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So geht es auf ihrem Kanal auch schon mal privater zu. Sie redet zum Beispiel über ihre Trennung. Etwas das in der katholischen Kirche schon noch ein Tabuthema sein kann. Mit solchen Tabus will sie aufräumen. Und gleichzeitig zeigt sie anderen Menschen, das es in Ordnung und normal ist durch Tiefen zu gehen.

"Das schätzen halt auch viele Menschen, die mir folgen. Weil sie sagen: Du sprichst uns aus der Seele. Wir können jetzt nochmal merken, dass wir auch bei dir gut aufgehoben sind."

Rebecca Weidenbach will so ein sicherer Hafen sein, für ihre knapp 1.700 Followerinnen und Follower.

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