Gewinner trotz Corona - Fahrradläden in Essen haben viel zu tun

Seitdem die Fahrradläden in Essen wieder geöffnet haben, können sich die Betriebe vor Kunden kaum retten. Viele Essener wollen ihr Fahrrad fit für den Sommer machen, oder das gute Wetter ausnutzen. Auch mehr Freizeit durch die Corona-Auswirkungen spielt dabei laut den Händlern in Essen eine Rolle.

© Radio Essen / Benedikt Kaninski

"Das Fahrradfahren wiederentdeckt"

"Die Leute haben das Fahrradfahren wiederentdeckt", sagt Thomas Kortmann, der in Bredeney den Fahrradladen Lococyles betreibt. Seit für viele Essener Kurzarbeit und Einschränkungen zum Alltag gehören, bleibt wieder mehr Zeit für das Fahrradfahren. Doch bevor die erste Radtour um den Baldeneysee oder an der Ruhr gemacht wird, muss das Rad meist erst noch fit gemacht werden. Die Fahrradläden haben durch den plötzlichen Ansturm teilweise doppelt so viele Anfragen und einen Vorlauf von etwa 8 Wochen, wenn das Fahrrad in die Werkstatt muss. Der Fahrrad-Hype wurde auch dadurch begünstigt, dass die Händler und Werkstätten bereits als eine der ersten Branchen wieder öffnen durften.

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Fahrradladen Lococycles © Radio Essen / Benedikt Kaninski
Fahrradladen Lococycles
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Fahrrad-Händler versuchen, den Kunden gerecht zu werden

Auch der Fahrradladen Essen aus dem Südviertel kommt mit den Aufträgen nicht hinterher: "Es ist wirklich rappelvoll". Andere Händler wie beispielsweise das Zweiradcenter Stadler aus Vogelheim oder Tretwerk aus Rellinghausen bitten ihre Kunden über eine Mailbox, sich per Mail mit ihren Wünschen zu melden oder direkt im Laden vorbeizukommen. "Die Leute scheinen ihr Geld für den Sommerurlaub ins Fahrrad zu investieren", freut sich auch Thomas Kortmann. In Essen gibt es mit dem Ruhrtalradweg oder Ausflugszielen wie dem Baldeneysee zahlreiche Möglichkeiten alleine oder mit der Familie eine Fahrradtour zu unternehmen.

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