Gewerkschaft: Streik bei der Lufthansa noch in diesem Jahr

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings wird noch dieses Jahr gestreikt. Zum Jahresende soll das Personal der Airline die Arbeit niederlegen.Dazu ruft die Flugbegleitergewerkschaft UFO fordert dazu auf.

Germanwings: UFO fordert zum Streik auf

Viele Essener, die über Silvester in den Urlaub wollten, sollten Ihre Flugverbindungen noch mal prüfen. Vom 30.12.19 um 0 Uhr bis 01.01.2020 um 24 Uhr fordert die Flugbegleitergewerkschaft UFO zum Streik bei der Lufthansa-Tochter Germanwings auf. Das hat die Gewerkschaft bei YouTube verkündet. Schon zuvor war bekannt, dass es noch 2019 einen Streik geben soll.

Streik bei Lufthansa bereits vorher angekündigt

Die Gewerkschaft teilte ihren Mitgliedern am Freitag laut DPA mit, es habe über die Weihnachtsfeiertage weitere Versuche der Schlichter für kurzfristige Lösungen gegeben. Diese Versuche seien erfolglos geblieben. Ein Lufthansa-Sprecher sagte: «Wir sind weiter an einer großen Schlichtung interessiert. Streiks sind aus unserer Sicht keine Lösung.» Vor Weihnachten hatten die beiden Schlichter - der frühere Chef der Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, und der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) - die seit Monaten zerstrittenen Tarifparteien zu einem weiteren Schlichtungsvorgespräch eingeladen. Dabei sollte der genaue Umfang der Themen festgelegt werden.

Schlichtung bisher erfolglos

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

Beide Seiten betonen immer wieder, eine möglichst umfassende Einigung mit einer Vielzahl tariflicher Themen anzustreben. Auf Grundzüge hatte man sich bereits im November bilateral geeinigt, war dann aber im gegenseitigen Misstrauen doch nicht zueinander gekommen. In der Zwischenzeit wurde Lufthansas Personalvorständin Bettina Volkens abberufen, die für einen moderateren Kurs mit der Ufo stand. Die Gewerkschaft verlangt unter anderem eine Rücknahme von Kündigungen und Klagen gegen frühere und aktuelle Vorstandsmitglieder sowie eine Aufarbeitung des heftigen Konflikts der vergangenen Monate.

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