Fortschritt beim neuen Rohrsystem in Karnap

Das neue Drainagesystem im Karnaper Osten ist so gut wie fertig. Es fehlt nur noch eine letzte Abnahme. Seit Jahren haben die Karnaper Probleme mit nassen Kellern. Der Karnaper Westen wird jetzt für die Bauarbeiten vorbereitet.

Nasser, verschimmelter Keller in Essen-Karnap
© Radio Essen

Drainagesystem verlegt und angeschlossen

In vielen Straßen im Osten von Karnap sieht schon alles fertig aus, die Straßendecken sind wieder geschlossen und unterirdisch scheint auch alles zu funktionieren. Der Grundwasserspiegel ist dort schon jetzt etwa einen halben Meter gesunken, sagen die Stadtwerke. Bis Ende August soll auch alles offiziell abgenommen sein. Die letzten Straßen, die im Osten an das neue Rohrsystem angeschlossen wurden, waren die Lohwiese und Grüteringhof. Da wurden die Rohre im April verlegt.

Bauarbeiten im Westen von Karnap starten

Ab Ende August ist dann der andere Teil von Karnap dran. Aktuell läuft schon die Suche nach Blindgängern, alten Rohren und Leitungen. An einer Stelle gibt es auch schon eine Baugrube. Da läuft aber noch zu viel Wasser rein, um die Drainage zu verlegen. Deshalb werden jetzt zusätzliche Pumpen eingesetzt. Große Verzögerungen soll es dieses Mal nicht geben. In drei Jahren sollen dann auch die Keller im Westen von Karnap trocken bleiben.

Nasse Keller sind ein Erbe des Bergbaus

Anfang 2017 ging es los mit den Arbeiten in Karnap. Die Bergbauschäden unter der Erde haben über die Jahrzehnte dafür gesorgt, dass der Grundwasserspiegel immer mehr steigt. Dadurch laufen in Karnap viele Keller voll Wasser oder sind zumindest so feucht, dass die Wände und Böden schimmeln. Das ganze Rohrsystem unter Karnap musste erneuert werden. Dazu haben die Stadtwerke Bäume gerodet Strom- und Gasleitungen umgelegt und nach Blindgängern sondiert.

Ein Jahr sollten die Arbeiten im Osten von Karnap dauern. Das hatte sich aber stark verzögert, weil der Boden in einigen Straßen viel zu weich war. Zum Beispiel an der Vogelwiesche, der Waldemey oder in der Obringer Voerde mussten die Bauarbeiter deshalb feste Wände in die Erde bauen, damit sie arbeiten können. Außerdem hatten Experten Schadstoffe im Boden gefunden. Für die Anwohner waren die nicht gefährlich, sagten die Stadtwerke damals. Die Sicherheitsbestimmungen sind aber in Deutschland extrem streng, deshalb mussten die Bauarbeiter in Anzügen und mit Handschuhen arbeiten. Insgesamt hat es dann fast zweieinhalb Jahre im Osten von Karnap gedauert, bis jetzt alles fertig war.


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