
Folge 183: "Essen im Ohr" mit Bergmann Horst Rudnik
In der neuen Folge von „Essen im Ohr“ ist der Bergmann Horst Rudnik zu Gast im Radio Essen-Podcast. Jahrzehntelang hat er unter Tage gearbeitet, auch auf Zollverein. Nach seiner Rente ist er zurückgekommen und arbeitet heute als Gästeführer auf dem Weltkulturerbe.
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In Essen auf Zollverein hat alles angefangen für Bergmann Horst Rudnik
Der ehemalige Bergmann und heutige Gästeführer Horst Rudnik ist zu Gast im Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr". Obwohl - genau genommen sind wir zu Gast bei ihm. Wir zeichnen die Podcastfolge im Sommer 2026 in Halle 10 auf Zollverein auf. Horst hat seine Schnupftabakdose dabei und nutzt sie auch regelmäßig. Das mache er nur auf Zollverein oder wenn er Ehemalige trifft, sagt er. In den 70ern hat er auf Zollverein seine Ausbildung gestartet, das erste Mal mit dem Aufzug 1.200 Meter runter fahren unter Tage, der Gedanke macht ihm heute noch Gänsehaut. Er sagt, er verdankt dem Bergbau viel. Er komme aus einem bildungsfernen Haushalt, der Großvater war Bergmann, der Vater auch. Da gab es keine großen Alternativpläne. Aber Horst Rudnik schafft mehr. Er bildet sich weiter, wird Steiger, später sogar Reviersteiger. Mit Podcast-Host Anne Schweizer spricht er darüber, wie es wirklich war unter Tage. Der Geruch, die Kumpel, die harte Arbeit und weiße Mäuse.
Und auf Zollverein in Essen ist er jetzt auch wieder - als Gästeführer
Geboren ist er 1962 direkt an der Cranger Kirmes in Wanne-Eickel, sagt Horst Rudnik im Radio Essen-Podcast über sich selbst. Natürlich war er auch diesen Sommer auf der Cranger Kirmes, dieses Mal mit der Tochter und den Enkeln. Horst ist eigentlich schon im Ruhestand, hat den Ausstieg aus der Kohle mitgemacht. Als es losging mit dem Ausstieg, sollte er eigentlich was anderes machen. Aber er blieb. Zuletzt in der Zeche Auguste Victoria. In "Essen im Ohr" erzählt er, wie schlimm er seinen Abschied unter Tage fand. Kurz nach dem Ruhestand wollte er nochmal was machen. So wie viele ehemalige Bergmänner. Die liegen nicht alle bei sich im Vorgarten und genießen die Sonne, sagt Horst. Viele würden sich ehrenamtlich engagieren, in Vereinen, im Sport, wo sie eben gebraucht werden. Horst findet seine neue Bestimmung da, wo alles angefangen hat: Auf Zollverein. Seit mittlerweile fast 10 Jahren ist er "Gästeführer auf der schönsten Zeche der Welt". Mittlerweile gibt es ihn sogar als Avatar, die neue Technik macht ihn unsterblich. In über 40 Sprachen erklärt sein Avatar den Besucherinnen und Besuchern auf dem Weltkulturerbe, wie es war im Bergbau.
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