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© Radio Essen
In diesem Luftschutzbunker saßen im 2. Weltkrieg hunderte Schutzsuchende, während über ihnen Fliegerbomben abgeworfen wurden.
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Folge 162: "Essen im Ohr" in einem Lost Place

Lost Places in Essen: Für die neue Folge vom Radio Essen-Podcast „Essen im Ohr“ hat Host Fabian Schulenkorf einen Urbex-Explorer (Entdecker von Lost Places) in einen Bunker begleitet. Davon gibt es noch immer viele in Essen. Wie in diesem Fall gibt es auch noch Relikte aus der Zeit zu finden, in der der Bunker erbaut wurde. Was für Sicherheitsrisiken es gibt und wie man sich selbst und die Lost Places schützt, hört Ihr in dieser Folge. 

Veröffentlicht: Dienstag, 27.01.2026 11:34

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Radio Essen-Podcast im Bunker: Urbex-Exploring

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„Essen im Ohr“ unter Tage: Für diese Folge vom Radio Essen-Podcast „Essen im Ohr“ begleitet Podcast-Host Fabian Schulenkorf Adrian. Adrian ist Lost-Places-„Sammler“. Das heißt: Adrian sucht Orte auf, die von Menschen erbaut, aber inzwischen verlassen wurden. Das können Schächte oder Fabrikhallen sein, Krankenhäuser, Kanalanlagen oder Bunker. 

Zwischenzeitlich soll es rund 1300 verschiedene Bunker alleine in Essen gegeben haben, sagt Adrian. Rund 30 davon hat der Urbexer – so werden die Menschen genannt, die Lost Places erkunden - schon besucht. Vom unterirdischen Atomschutzbunker bis zum oberirdischen Hochbunker hat Adrian schon viele(s) gesehen und erlebt. Wichtig sind ihm dabei zwei Dinge: die Geschichte hinter den Orten und die Sicherheit.

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Lost-Places in Essen als Mahnmal

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In der 9. Klasse hatte Adrian ein Gespräch mit einem Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg. Dieses hat ihn so sehr berührt und ergriffen, dass sein Interesse für die Verbrechen aus der Zeit geweckt wurde. „Wir wollen hoffen, dass so etwas nie wiederkommt“, sagt er im Radio Essen-Podcast „Essen im Ohr“. Deswegen besucht er seit inzwischen fünf Jahren hauptsächlich Angriffs-, Schutz- und Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg und zeigt sie auf seinem Instagram-Kanal. 

Sein Insta-Kanal soll nicht dafür da sein, Likes abzugreifen und „Online-Fame“ zu erhaschen. Adrians Instagram-Kanal „Bunkertour_AP“ soll eine Art Museum sein - und ein Mahnmal. Er bietet keine Touren oder Begehungen an. Adrian will mit seinen Bildern und Videos aus den Bunkern online zeigen, aus was für grausamen Gründen diese Bunker erbaut wurden.

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In diesem Luftschutzbunker saßen im 2. Weltkrieg hunderte Schutzsuchende, während über ihnen Fliegerbomben abgeworfen wurden.

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Der Eingang zur unterirdischen Bunkeranlage

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In diesem Bunker saßen Schutzsuchende während Luftangriffen im 2. Weltkrieg.

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Immer unter Tage dabei: Ein Gaswarner

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Ein alter Lautsprecher in einem Essener Bunker

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In vielen Bunkeranlagen findet Adrian alte Schuhe. Eine wichtige Regel unter "Urbexern" (so nennen sich die Lost Place-suchenden): "Wir hinterlassen höchstens unsere Fußabdrücke."

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Ein Ärgernis für "Urbexer" wie Adrian: Graffito, denn eigentlich hinterlässt man Lost Places so, wie man sie vorgefunden hat.

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Lost Places in Essen: Hier lauern Gefahren

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An erster Stelle jeder Begehung eines Lost Places steht für Adrian die Sicherheit. "Es bringt nichts, wenn ich mich verletze oder noch schlimmere Dinge passieren", sagt er im Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr", dann sei niemandem geholfen. Auch will er für keinen Rettungseinsatz verantwortlich sein. Adrian hat sogar schon mal die Behörden vor einem gefährlichen Bunker gewarnt, der offen stand. Darin waren gefährlich schlechte Luftverhältnisse. Wenn - wie oft in einem unterirdischen Bunker - die Luft nicht zirkulieren kann, steigt schnell der Anteil von Kohlenmonoxid in der Luft. Das kann lebensgefährlich werden, wie die Feuerwehr Essen bei einem Einsatz schon berichtet. Deswegen führt Adrian immer ein Messgerät mit sich. Das schlägt Alarm, wenn die Luft zu schlecht zum Atmen ist.

Zur Sicherheit gehört auch, nicht unbedingt alleine in einen Lost Place zu steigen oder ggf. Daheimgebliebene über seinen Standort zu informieren. Obendrein gehört es zum Ehrenkodex der Urbexer, dass sie nichts an einem Lost Place verändern.

"Wir gucken nur", sagt Adrian dazu. "Das einzige, das wir hinterlassen, sind unsere Fußspuren."

Auch im Podcast ist ihm wichtig zu erwähnen, dass dies kein Hobby zum Nachahmen ist.

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Eure Meinung zu "Essen im Ohr"

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In der Rubrik „Mensch“ geht es um alle möglichen Persönlichkeiten hier in unserer Stadt. Hat Euch die Folge „Essen im Ohr“ gefallen? Dann hinterlasst gerne eine Bewertung und abonniert den Podcast, damit Ihr keine neue Folge verpasst. Unser Podcast erscheint immer dienstags – zuhören könnt Ihr auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform.

Ihr habt einen Vorschlag für einen Gast für unser neues Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch? Oder möchtet uns Lob oder Kritik schicken? Dann meldet euch gerne per E-Mail unter podcast@radioessen.de.

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