Anzeige
 radio_essen-podcast_essen_im_ohr_ryko_fabian_schulenkorf
© Radio Essen
Ryko im Radio Essen-Podcast-Studio
Teilen:

Folge 157: "Essen im Ohr" mit dem Ruhrpott-Comedian Ryko

Ryko war eigentlich Rapper, Musiker, Punkrocker. Die meisten kennen den Essener aber wegen seiner Videos auf TikTok und Instagram. Ein Missionar des Ruhrgebiets? So einfach ist das nicht, wie der bescheidene Ryko im Podcast erklärt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 25.02.2026 11:54

Anzeige

Ryko aus Essen: Vom Battle-Rap zum Ruhrpott-Comedian

Anzeige

Ryko aus Essen hat früher Battle-Rap gemacht. Als solcher nennt er sich Ryko-J. Mit seiner Musik haben wir Ryko auch in den Ruhrcharts bei Radio Essen und anderen Sendern im Ruhrgebiet vorgestellt. Seinen bürgerlichen Namen hält der Künstler lieber für sich. Zwischendurch hat er sich auch dem Punkrock verschrieben, hat sich mit Essener Bands wie Flash Forward die Bühne geteilt. So richtig berühmt geworden ist Ryko dann aber durch etwas ganz anderes: Mit seinen Reels auf TikTok, Youtube und Instagram geht Ryko regelmäßig viral. Seine Followerzahlen gehen in sechsstellige Bereiche, auf Youtube werden seine Videos millionenfach geklickt. Der Inhalt dieser Videos? Geschichten, wie sie sich im Ruhrgebiet zutragen könnten - wenn man den gängigen Klischees glauben schenken mag. Woher kommt der Erfolg? Wie und warum hat Ryko sich überhaupt von der Musik wegbewegt und was würde seine Mutter dazu sagen wenn sie das noch miterleben könnte? "Essen im Ohr"-Host Fabian Schulenkorf hat nachgefragt.

Anzeige
Anzeige

Ryko über Taxi-Teller, Selbstzweifel und eine Jugend in einer Essener Hochhaussiedlung

Anzeige

Vokuhila, Schnäuzer und weißes Unterhemd, das sind die Markenzeichen von Ryko. So sieht man ihn auf immer größeren Bühnen und natürlich in seinen Videos. Darin geht es um "Pott-Wörter, die super hart gehen" ("Klüsen", "zappenduster" oder "plästern"), "Pottler beim Date" oder Dr. Sommer-Imitationen als "Dr. Langen". Zum Vorschein kommen darin Klischees über das Ruhrgebiet, die teilweise längst überholt sind, sich zum Teil aber auch hartnäckig halten. Es geht um die Kultur, die Geschichte und die Gegenwart von Essen und dem Ruhrgebiet. Viele Menschen im Ruhrpott feiern, was Ryko macht. In z.B. Hamburg laufen die Auftritte oft anders, sagt Ryko im Podcast "Essen im Ohr", "bis ein Typ aus Hamburg offen und ehrlich mit dir spricht, das braucht seine sechs Pils". Die Ruhrpott-Mentalität sei direkter: "Hier ist es häufig so, dass die Menschen einfach ehrlich sind, direkt von Anfang an. Die knallen einfach raus und leben nach dem Motto: Entweder gefällt dir das, oder nicht."

Ich liebe den Ruhrpott. Ich bin hier aufgewachsen, Ich habe hier viel gelernt, mir wurde viel gezeigt. Ich mag die Kultur und ich denke mir: Wenn ich irgendetwas schaffen sollte mit meiner Person, mit meinem Gesicht, dann sollen die Leute auch wissen, wo ich herkomme.

Aufgewachsen ist Ryko in der Hochhaussiedlung "Hörsterfeld" im Essener Stadtteil Horst. Eine Siedlung, die viele als so etwas wie einen "Problembezirk" bezeichnen. Ryko weiß also, was es bedeutet, wenn man sich Tickets für ein Konzert oder eine Comedy-Show nicht leisten kann. Deswegen setzt der Künstler sich dafür ein, dass Eintrittskarten für seine Shows bezahlbar bleiben. Authentizität ist ihm eben besonders Wichtig: "Die Leute können alles von mir behaupten aber nicht, dass ich abgehoben bin."

Anzeige
radio_essen-podcast_essen_im_ohr_ryko_Instagram
© Radio Essen
Ryko mit seinen Pott-Videos wie hier auf Instagram
Anzeige
Anzeige

Ryko: Vom Essener Autohändler auf Deutschlands Comedy-Bühnen

Anzeige

Wie hat Ryko es vom Hörsterfeld auf Deutschlands immer größer werdende Comedy-Bühnen geschafft? Da ist zum einen die (Essener) Community: Bands, Comedians und Influencer mit großen Reichweiten kooperieren miteinander. Ryko hat gemeinsame Videos mit der Hip Hop-Crew 257ers (in Folge 27 zu Gast bei "Essen im Ohr") gedreht, hat zusammen mit Jan von den Freerunning Schlappen (in Folge 79 zu Gast bei "Essen im Ohr") einen Taxi-Teller-Test in Porta Westfalica gemacht und stand im Vorprogramm der Essener Band Kuult (in Folge 110 zu Gast bei "Essen im Ohr") auf der Bühne. Das ist es, was Ryko immer machen wollte. Bodenständigkeit und Authentizität verliert der Essener dabei nicht - der Vokuhila ist echt, ohne die Brille sieht er nur verschwommen.

Die Karriere als Künstler war Rykos Eltern eher ein Dorn im Auge. Ihnen musste Ryko versprechen, erst mal eine Ausbildung zu machen. Die hat Ryko als Automobilkaufmann auch hinter sich gebracht. Dann hat er es mit der Kunst ernst gemeint und hart daran gearbeitet. Das scheint auch Rykos Mutter wahrgenommen zu haben: Noch auf dem Sterbebett sagte sie zu ihrem Sohn: "Du hast Träume und du willst deine Träume verwirklichen. [...] Das Wichtigste ist: Du darfst niemals deinen Humor verlieren." Der Umgang mit der Krebsdiagnose seiner Mutter fand auch seinen Weg in die Musik des Esseners. Als sie gestorben ist, war Ryko 23. Und als hätte Rykos Mutter es geahnt, kamen zu Musikvideos Reels über das Ruhrgebiet mit verdammt viel Humor und der hat Ryko auf Comedy-Bühnen und in die Feeds vieler Social Media-Portale katapultiert. Ryko wird zu Talkshows und Podcasts eingeladen und wer wissen will was das ganz große Ziel des Esseners ist, sollte die Folge 157 vom Radio Essen-Podcast "Essen im Ohr" mit dem Ruhrpott-Influencer Ryko hören. (Spoiler: Das Ziel liegt in Essen.)

Anzeige
radio_essen-podcast_essen_im_ohr_ryko_fabian_schulenkorf
© Radio Essen
Fabian Schulenkorf und Ryko nach der Aufzeichnung der Podcast-Folge "Essen im Ohr"
Anzeige

Eure Meinung zu "Essen im Ohr"

Anzeige

Euch hat die Folge „Essen im Ohr“ gefallen? Dann lasst gerne eine Bewertung da und abonniert den Podcast, um keine neue Folge zu verpassen. Unseren Podcast gibt es immer dienstags – zuhören könnt ihr auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform. Ihr wollt selbst mal einen Gast für das neue Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch vorschlagen? Oder ihr möchtet Lob oder Kritik loswerden? Dann meldet euch gerne per E-Mail an podcast@radioessen.de.

Anzeige

Ryko war eigentlich Rapper, Musiker, Punkrocker. Die meisten kennen den Essener aber wegen seiner Videos auf TikTok und Instagram. Unterhemd, Schnäuzer, Vokuhila und das Wort „Langen“ - neben den 257ers, Jan Schlappen von den Freerunning Schlappen und Ralf Richter ein weiterer Missionar des Ruhrgebiets? So einfach ist das nicht, erklärt der bescheidene Ryko im Podcast mit Host Fabian Schulenkorf.

Anzeige

Hier gibt es noch mehr Folgen "Essen im Ohr"

Anzeige
Anzeige

In Essen noch interessant:

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige