Essener Müllautos mit Kameras

Die Entsorgungsbetriebe Essen rüsten gerade alle ihre Müllfahrzeuge mit einem Rundumblick-Kamerasystem aus. Damit sollen die Fahrten im Essener Stadtverkehr sicherer für alle werden.

Müllfahrzeug mit Kameras
© Entsorgungsbetriebe Essen

Ohne toten Winkel durch die Stadt

Die Fahrer der Entsorgungsbetriebe sehen ihr Fahrzeug durch das neue Kamerasystem aus der Vogelperspektive. Ein Monitor zeigt ihnen das Bild. Der Computer simuliert das Bild aus den Aufnahmen der vier Kameras und spielt es auf dem Bildschirm aus. Sobald der Fahrer blinkt und abbiegen will, ändert sich das Bild und zeigt dem Fahrer die kritische Seite an. Damit soll er keine Fußgänger oder Radfahrer mehr übersehen. Einen Warnton gibt das System nicht ab. Der Fahrer muss immer wieder aktiv auf den Monitor schauen und seine Umgebung so weiter im Blick behalten beim Fahren.

Monitorbild für den Fahrer des EBE-Müllfahrzeugs
Das Bild für den Fahrer auf dem Monitor im Auto© Entsorgungsbetriebe Essen
Das Bild für den Fahrer auf dem Monitor im Auto
© Entsorgungsbetriebe Essen

EBE rüsten nach und nach alle Fahrzeuge aus

Die Entsorgungsbetriebe haben inzwischen bereits 20 ihrer 46 Müllwagen und Sperrmüllfahrzeuge ausgerüstet. Bis zum Winter sollen alle das Kamerasystem haben. Später sollen auch noch die Containerfahrzeuge und Papiersammelfahrzeuge mit dem Kamerasystem ausgerüstet werden. Das ist aber etwas schwieriger, weil die Fahrzeuge anders aufgebaut sind als die Müllfahrzeuge. Das System kostet pro Fahrzeug 2000 Euro. Die neuen Fahrzeuge für die Müllabfuhr bestellen die Entsorgungsbetriebe inzwischen standardmäßig mit dem jeweiligen Abbiegesystem des Herstellers. Die arbeiten auch mit Kameras, geben Warntöne ab oder bremsen das Fahrzeug bei Gefahr automatisch ab. 12 solcher neuen Fahrzeuge sind bei der EBE inzwischen im Einsatz.


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