Essener Jugendhäuser sorgen sich um ihre Jugendlichen

Die Mitarbeiter in den Essener Jugendhäusern arbeiten vor allem über alle möglichen Plattformen im Internet mit den Kindern und Jugendlichen. Einige Kinder sind aber auch so nicht erreichbar.

© Anne Schweizer/ Radio Essen

Vor allem digitale Angebote

Die Mitarbeiter in den zahlreichen Jugendhäusern in Essen erreichen die Jugendlichen im Moment nur über digitale Wege. Deshalb chatten sie über die unterschiedlichsten Plattformen regelmäßig mit ihnen, aus dem APO-Haus in Frohnhausen beispielsweise sechs Mal in der Woche, das Coffee Corner in Borbeck von Montags bis Freitags mit unterschiedlichen Partnern. Dort läuft sonst zum Beispiel am Freitag ein Antigewalt-Training, das kann jetzt nur noch im Gespräch stattfinden. Viele Mitarbeiter machen sich Sorgen, dass sie aber vor allem die Kinder und Jugendlichen nicht erreichen, die keinen PC, kein Tablet oder Handy zu Hause haben. An die kommen sie gar nicht mehr ran und wissen nicht wie es ihnen geht. Es sind auch deutlich weniger Kinder draußen unterwegs, beobachten die Mitarbeiter im Bürgerhaus Oststadt und sie haben keinen Kontakt mehr zu ihnen.

Wahnsinnig viele gute Ideen gegen Langeweile

In den Jugendhäusern sind die Mitarbeiter mit den Jugendlichen aber auch gerade dabei jede Menge guter Ideen gegen Langeweile zu entwickeln. Das Wichernhaus in Holsterhausen bietet eine Koch-Challenge an. Am Montag wird eine Thema bekannt gegeben, Italien diese Woche, bis Mittwoch sollen alle was dazu gekocht haben, am Ende soll daraus ein ganzes Kochbuch werden. Im Emil-Frick-Haus in Bredeney gibt es ebenfalls jede Menge Vorschläge zum Kochen und das Weiglehaus im Südviertel macht mit den Jugendlichen den HipHop-Kurs einfach online. Das Spaßhaus im Ostviertel hängt ständig neue Bastelangebote ins Schaufenster und Aufgaben, da können die Kinder vorbei kommen und das dann nach machen. Die Jugendfarm in Altenessen schickt über ihre Facebook-Seite regelmäßig Grüße von den Tieren und zeigt wie sie versorgt und gefüttert werden. Aus dem Hü-Weg in Steele kommen regelmäßig Playlists von den Bands, die dort eigentlich hätten auftreten sollen. Das Kinder- und Jugendhaus in Stoppenberg lässt sich ständig neue Bewegungsspiele einfallen da gibt es Tassentischtennis oder Eierschachtelball. Der Jugendhof Vogelheim hat für die Kinder einen Stundenplan aufgestellt und ruft jeden Tag zu einer anderen Challenge auf. Der Mädchentreff Perle in Altendorf verschickt Post an die Mädchen, die digital nicht erreichbar sind und bietet Nachhilfe per Skype für die anderen an. Der Don Bosco Club in Borbeck bringt die Kinder und Jugendlichen mit extra gedrehten Videos mit Back-, Koch-, Tanz- und Boxkursen auf Trab.

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