Essen: Polizei nimmt chinesische Schleuserbande und Zuhälter hoch

Der Bundespolizei ist in Essen ein Schlag gegen eine chinesische Schleuserbande gelungen. Sie sollen mehrere Frauen nach Deutschland gebracht und zur Prostitution gezwungen haben.

In Essen sowie in fünf weiteren Städten hat die Bundespolizei eine chinesische Schleuserband hochgenommen. Über 250 Polizisten waren im Einsatz und haben Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. In Essen wurden zwei der vier Hauptverdächtigen festgenommen, so eine Polizeisprecherin gegenüber Radio Essen. Es handelt sich um einen Mann und eine Frau - beide mit chinesischer Staatsangehörigkeit. Sie sollen für die gesamte Organisation von Reise, Einreise (Schleusung), Aufenthalt, Unterbringung bis hin zur Vermittlung, Buchhaltung und Abrechnung der entgeltlichen sexuellen Handlungen, verantwortlich sein. Außerdem hat die Bundespolizei auch zwei Frauen angetroffen, die vermutlich Prostituierte sind.

Die Schleuserbande soll in mindestens zehn Fällen chinesische Prostituierte über den Luftweg aus China und Spanien gebracht haben. Dann sollen die Frauen in angemieteten Wohnungen "ohne behördliche Erlaubnis sexuelle Handlungen gegen Entgelt vorgenommen haben", heißt es.

Die Polizei hat Mobiltelefone, Laptops und Unterlagen sichergestellt sowie 15.000 EUR Bargeld.

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