
Essen / Gelsenkirchen / Frankfurt a. M.: Ermittler der Essener Kriminalpolizei nahmen am Dienstagvormittag (27. Oktober) einen JVA-Bediensteten am Flughafen Frankfurt fest. Der Gelsenkirchener steht im Verdacht, in der JVA Essen Mobiltelefone und andere Waren an Häftlinge verkauft zu haben. Im Laufe des Tages durchsuchten Kriminalbeamte die Wohnung und den Arbeitsplatz des Verdächtigen.
Seit der Flucht eines Häftlings bei einem Arzttermin in der Essener Innenstadt laufen die Ermittlungen und die Fahndungsmaßnahmen der Polizei Essen auf Hochtouren. Während der Ermittlungen zu den Hintergründen geriet ein Bediensteter der JVA Essen in den Fokus der Kriminalpolizei. Nach aktuellem Ermittlungsstand brachte der Gelsenkirchener Mobiltelefone und andere Waren in die JVA und verkaufte sie an Häftlinge. In einzelnen Fällen soll er auch hochwertige Sachleistungen erhalten haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen erließ ein Richter am Amtsgericht Essen Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnung und den Arbeitsplatz des Verdächtigen. Nachdem dieser am heutigen Vormittag über den Flughafen Frankfurt nach einer Urlaubsreise nach Deutschland eingereist war, nahmen ihn Ermittler der Kriminalpolizei noch im Flughafen fest. Aktuell vollstreckten sie die Durchsuchungsbeschlüsse in der JVA Essen und an der Wohnanschrift in Gelsenkirchen.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Ob der Gelsenkirchener an der Flucht des Häftlings am 14. Oktober beteiligt war, ist noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen./Wrk
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