Essen fehlen 30 Millionen Euro: Großer Steuereinbruch überrascht die Stadt

Im nächsten Jahr muss Essen wohl doch mit weniger Geld auskommen, als geplant, schreibt die WAZ: Laut den neuesten Steuerschätzungen sollen die Steuereinnahmen nur noch halb so hoch sein, wie noch im September angenommen.

© Till Schwachenwalde / Radio Essen

Steuereinnahmen der Stadt Essen sinken

Der Überschuss der Stadt in den nächsten beiden Jahren soll im nächsten Jahr offenbar nur halb so hoch sein, wie bisher gedacht. Die WAZ schreibt, dass die Steuereinnahmen in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen werden. Unterm Strich fehlen demnach mehr als 30 Millionen Euro, sagt der Stadtkämmerer, davon 14,5 Millionen schon im kommenden Jahr.

Weitere Überraschungen?

Der Doppeletat für die Jahre 2020 und 2021 ist erst Ende September vorgestellt worden, damals waren Politiker und Stadt stolz auf die schwarzen Zahlen. Ende des Monats soll der Haushalt dann beschlossen werden. Jetzt muss die Stadt aufpassen, dass es keine weiteren Überraschungen gibt, denn dann könnte der Etat auch ins Minus rutschen.

Kämmerer ist für Altschuldenfonds

Der Kämmerer Gerhard Grabenkamp wirbt wohl für die Idee des „Altschuldenfonds“. Der kann überschuldeten Kommunen wenigstens einen Teil der Schuldenlast abnehmen. Das funktioniert, indem Zinsen und Tilgungsraten für diese Kredite von stärkeren Partnern gezahlt würden - also von der Landesregierung oder vom Bund. 

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