Essen: Corona-Vorhersage ohne Test - Stadt rüstet sich für neue Welle

In Essen gibt es ab sofort eine Art Corona-Vorhersage. Anhand bestimmter Anzeichen können Experten sagen, wie wahrscheinlich eine Corona-Infektion ist. Die Stadt und die Uni-Medizin in Holsterhausen haben dazu ein Modell entwickelt.

Ein Test für das Krankheitsbild des 2019-nCoV (Symbolbild).
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Essen: Modell für Corona-Vorhersage

Hat der Patient Corona oder eine normale Erkältung? Für die Antwort braucht es bisher einen Test. Das Gesundheitsamt und die Uni-Medizin in Holsterhausen haben jetzt eine Art Vorhersage entwickelt. In den letzten Wochen haben mehr als 5000 Essener einen Fragebogen zugeschickt bekommen. Sie alle hatten Corona oder es gab zumindest den Verdacht, dass sie sich mit dem Virus angesteckt haben. Die ersten rund 1200 Fragebögen sind ausgewertet, sagt die Stadt. Anhand der Ergebnisse konnten Anzeichen für das Corona-Virus konkretisiert werden.

Experten in Essen errechnen Corona-Wahrscheinlichkeit

Vor allem Alter, Geschlecht, Geruchs- und Geschmackssinn, Abgeschlagenheit und der Kontakt zu anderen möglichen Corona-Kranken spielen eine große Rolle. Anhand dieser Merkmale können die Experten mit einem Rechenmodell errechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für eine Corona-Infektion ist. Von 0,1 Prozent bis 67,4 Prozent. Das ersetzt zwar keinen richtigen Test. Aber es hilft dabei zu sortieren, bei wem genauer getestet werden sollte und bei wem nicht. Wir können Infektionen so schneller erkennen und Infektionsketten durchbrechen, sagt Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Damit sind wir für eine mögliche zweite Welle im Herbst besser gerüstet", meint er.

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