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Essen: Arbeiten an der A42 gehen voran
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Essen: Arbeiten an der A42 gehen voran

In Essen hat die Autobahn GmbH einiges an einem wichtigen Abschnitt der A42 geplant. Die Brücke über dem Rhein-Herne-Kanal ist zu marode für schwere LKW und die Autobahn soll zusätzliche Fahrstreifen bekommen. Jetzt ist Bewegung an der Baustelle.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.04.2026 12:29

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Was ist an der A42 in Essen geplant?

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In Essen dürfen schon seit mehr als zwei Jahren keine schweren LKW mehr über die Rhein-Herne-Kanal-Brücke fahren. Sie ist für den Verkehr über 3,5 Tonnen gesperrt. Wiegeanlagen sorgen dafür, dass die Brücke nicht zu stark belastet wird - so lange, bis die Neue steht. Die Brücke am Essener Stadthafen ist mehr als 50 Jahre alt und überlastet. Als sie gebaut wurde, waren viel weniger Autos und Lastwagen unterwegs. LKW müssen Umwege durch den Essener Norden fahren - das wirkt sich auch auf den Stadtverkehr bei uns aus. Schon seit einigen Jahren laufen die Planungen für den Ausbau der wichtigen Autobahn.

Die A42 bekommt außerdem zusätzliche Fahrspuren - das soll den Verkehr im Ruhrgebiet erleichtern, erklärt Projektleiter Lars Batzer:

"Wer die Strecke häufiger fährt, weiß [...] ab Bottrop-Süd wird es langsam enger und das Autobahnkreuz Essen-Nord ist ja auch ein Vielbefahrenes, das dann aber an die sechs-streifige A42 vom Rheinland kommend angebunden wird.

Bevor die neue Fahrbahn gebaut werden kann, sind einige Vorarbeiten nötig. Unter anderem muss die Kampfmittelsondierung prüfen, ob Blindgänger unter der Erde liegen, es müssen Leitungen verlegt werden und das Fundament muss vorbereitet werden. Dafür kommt das sogenannte Rüttelstopfverfahren zum Einsatz.

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Das passiert beim Rüttelstopfverfahren in Essen

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Damit der Boden unter der Fahrbahn stabil genug ist, wird er mit speziellen Maschinen verdichtet. Dabei wird Kies oder Schotter mit einem Rohr in den Boden gestopft. Durch das Rütteln entstehen unterirdische, bis zu sieben Meter tiefe "Säulen". Sie sorgen für Festigkeit, um den neuen Autobahndamm tragen zu können. Der Autobahndamm ist wichtig, um die neue Brücke bauen zu können. Insgesamt müssen zwischen dem Autobahnkreuz Essen-Nord und dem Rhein-Herne-Kanal bis zur Brücke 2.810 Rüttelstopfsäulen verbaut werden, um den Boden tragfähig genug zu machen, erklärt Simon Syring, Projektleiter für den Neubau der Autobahnstrecke:

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So funktioniert das Rüttelstopfverfahren
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Wie geht es in Essen an der A42 weiter?

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In Essen werden die Rüttelstopfarbeiten im Sommer abgeschlossen, vermutet Syring. Weitere Vorbereitungen laufen, bevor die "großen Maßnahmen" dann in absehbarer Zeit starten können, erklärt Lars Batzer währenddessen. Erst wird die Nordseite fertig gemacht und für den Verkehr freigegeben, danach ist die Südseite dran. Wie lange der Ausbau an der A42 noch dauert, sei unklar:

"Es ist noch zu früh, um ein konkretes Datum zu benennen. Wir arbeiten mit Hochdruck und auch mit viel Personal daran, dass es vorwärtsgeht."
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