Essen-Altenessen: Mehrere Verletzte durch defekte Koksheizung

Eine defekte Koksheizung im Keller eines Mehrfamilienhauses an der de-Wolff-Straße in Altenessen-Süd sorgte am Donnerstagabend (12.03.) für einen größeren Feuerwehreinsatz. Insgesamt wurden elf Menschen durch austretendes Kohlenmonoxid verletzt, eine Person schwebt noch in Lebensgefahr. Die Feuerwehr löschte den Koks und belüftete anschließend das Haus. Die meisten Bewohner konnten noch in der Nacht zurück in ihre Wohnungen.

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Feuerwehr Essen wusste anfangs nichts von defekter Heizung

Gegen 22:13 Uhr am Donnerstagabend (12.03.) meldete ein Anrufer aus der de-Wolff-Straße einen medizinischen Notfall bei der Feuerwehr. Als die daraufhin alarmierten Rettungskräfte das Haus betraten, schlugen sofort die Kohlenmonoxid-Warngeräte Alarm. Daraufhin haben Rettungskräfte und der Patient das Haus verlassen. Da damit gerechnet werden musste, dass noch mehr Personen in dem Mehrfamilienhaus dem Kohlenmonoxid ausgesetzt waren, wurden neben der Feuerwehr auch neun Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie der Leitende Notarzt zur Einsatzstelle alarmiert.

Feuerwehr muss Essenerin wiederbeleben

Insgesamt wurden acht Personen durch Schellen und Klopfen geweckt und aus dem Haus geführt. Diese Personen wiesen teilweise stark erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Werte im Blut auf. Da nicht alle Mieter öffneten wurden drei Wohnungen gewaltsam geöffnet. In einer dieser Wohnungen wurde eine Frau bewusstlos aufgefunden. Nach erfolgreicher Wiederbelebung vor Ort wurde sie mit notärztlicher Begleitung in eine geeignete Klinik transportiert. Sie schwebt nach Aussage der Ärzte in akuter Lebensgefahr. Die anderen acht geretteten Bewohner wurden nach notärztlicher Untersuchung ebenfalls in Essener Krankenhäuser gefahren. Bei mindestens einem dieser Patienten war der Kohlenstoffmonoxid-Wert im Blut so hoch, dass er nach der Erstversorgung mit einem Hubschrauber zu einer Druckkammer geflogen werden musste. Da auch zwei Feuerwehrmänner leicht erhöhte Blutwerte aufwiesen blieben sie zur Beobachtung im Krankenhaus.

Defekte Heizung im Keller wird außer Betrieb genommen

Als Quelle der erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Werte wurde die Koks-Heizung im Keller des Gebäudes ausgemacht. Nach Rücksprache mit einem zur Einsatzstelle alarmierten Bezirksschornsteinfegermeisters wurde der Koks aus der Heizung entnommen und im Freien abgelöscht. Der Schornsteinfeger erteile ein Nutzungsverbot für die Heizung. Nach umfangreichen Belüftungsmaßnahmen im gesamten Haus konnten die unverletzten Bewohner nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Während der Einsatzmaßnahmen war die Gladbecker Straße in beide Richtungen voll gesperrt.

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