Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids

Der Wettstreit um den SPD-Vorsitz wird in einer Stichwahl entschieden. Rund 3700 SPD-Mitglieder konnten bis Freitagabend über eine neue SPD-Spitze abstimmen. Sechs Teams standen zur Wahl.

© Ralf Laskowski - Radio Emscher Lippe

Mitglieder stimmen über die Zukunft der Partei ab

Für viele SPD-Mitglieder zeigt diese Wahl den Weg der Partei auf. Gewinnen die Befürworter der großen Koalition, dann geht es wohl eher so weiter wie bisher. Gewinnen dagegen eher die Gegner des Regierungsbündnisses mit der CDU und der CSU wird sich zeigen, ob die große Koalition bestehen bleibt. Die meisten Genossen rechnen heute allerdings noch nicht mit einer endgültigen Entscheidung. Dafür müsste ein Team mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich versammeln. Das ist bei insgesamt sechs Teams aber fast unmöglich. Deshalb rechnen alle mit einer Stichwahl. Die will die Partei dann Anfang November durchführen. Auf einem Parteitag im Dezember soll die neue Doppelspitze der SPD dann endgültig gewählt werden.

Keine genauen Zahlen erwartet

Der Essener SPD-Chef Thomas Kutschaty sagte auf Radio Essen-Nachfrage, dass er keine Tendenz aufzeigen könne, welches Team von den Essener Genossen die meisten Stimmen bekommen habe. Er habe zwar mit einigen gesprochen, einige hätten ihm auch gesagt, wenn sie gewählt haben, aber daraus lasse sich keine wirklich belastbare Aussage treffen. Er hofft, dass sich anschließend alle SPD-Mitglieder hinter die neue SPD-Spitze stellen und sie bei ihrer Arbeit unterstützen. So eine Art "Macht ihr mal" sollte es nicht geben. Die SPD wird nur die Gesamtzahl der Stimmen bekannt geben und keine Auswertung nach Bundesländern oder Kommunen vornehmen. Deshalb wird es auch keine genauen Zahlen geben, für welches Team sich die Essener SPD-Mitglieder entschieden haben.


Stichwahl bei der SPD

Der Wettstreit um den SPD-Vorsitz wird in einer Stichwahl entschieden. Im zweiten Wahlgang des Mitgliederentscheids treten Finanzminister Olaf Scholz und Klara Geywitz gegen Nordrhein-Westfalens früheren Finanzminister Norbert Walter-Borjans und Bundestagsabgeordnete Saskia Esken an. Für den Essener SPD-Chef Thomas Kutschaty ist klar, wen er bei der Stichwahl wählen wird. Er wünscht sich einen Parteivorsitz mit einer Beteiligung aus Nordrhein-Westfalen. Diese Option ist jetzt da und deshalb ist Kutschaty zufrieden mit dem Ergebnis und mit der Stichwahl. Im November gibt es dann die finale zweite Abstimmung zwischen den beiden erstplatzierten Teams.

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