
RadEntscheid Essen sammelt tausende Unterschriften
Am Donnerstag (23. Juli) hat der RadEntscheid Essen insgesamt 22.222 Unterschriften an die Stadt übergeben. Damit hat die Initiative fast doppelt so viele Stimmen gesammelt, wie eigentlich nötig waren. Die Übergabe im Rathaus war um 14 Uhr, damit das Wahlamt die Listen jetzt in Ruhe prüfen kann. Eigentlich reichten schon 12.954 gültige Unterschriften aus, um das Bürgerbegehren erfolgreich zu machen. Das Team hinter der Aktion wollte mindestens 16.000 Menschen erreichen und hat dieses Ziel am Ende weit übertroffen. Besonders beeindruckend ist das Tempo, weil die Sammler für die gesamte Aktion diesmal nur sechs Wochen Zeit hatten.
„Sehr viele Menschen haben von sich aus in ihrem Umfeld Unterschriften gesammelt. Für uns ist dies die Bestätigung, dass die Essener*innen von ihrer Stadt Zuverlässigkeit erwarten und sichere Wege für alle einfordern.“ Anke Wiedemann, Vertretungsberechtigte des Bürger*innenbegehrens.
So geht es jetzt für den RadEntscheid in Essen weiter
Nach der Prüfung der Listen muss der Rat der Stadt Essen über das Bürgerbegehren entscheiden. Schließen sich die Politiker den Forderungen direkt an, ist das Verfahren damit offiziell beendet. Lehnt der Rat die Pläne für eine sichere Mobilität ab, dürfen am Ende alle Wahlberechtigten in der Stadt darüber abstimmen. Die Initiative möchte mit der Aktion neue Leitlinien für den Verkehr stoppen, die der Stadtrat erst im Frühjahr beschlossen hat. Schon im Jahr 2020 war ein ähnliches Vorhaben erfolgreich, damals kamen rund 24.000 Unterschriften zusammen. Für die Organisatoren ist das aktuelle Ergebnis ein deutliches Zeichen an die Politik.