
Warum sollten in Essen an der Uniklinik keine Herzen mehr transplantiert werden?
Schon länger wehrt sich das Uniklinikum Essen gegen die Pläne des NRW Gesundheitsministeriums. Im Zusammenhang mit der Krankenhausreform hatte NRW Gesundheitsminister Laumann festgelegt, dass am Uniklinikum Essen nur noch kombinierte Transplantationen, also Herz und Lunge zusammen durchgeführt werden sollten. Dagegen hat sich das Uniklinikum erfolgreich gewehrt. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat jetzt mitgeteilt, dass es einen Vergleich zwischen dem Land NRW und dem Uniklinikum gibt. Damit kann das Uniklinikum Essen weiterhin Herzen transplantieren und auch weitere Transplantationen sowie kombinierte Transplantationen durchführen. Das Uniklinikum Essen kann kann zehn Herztransplantationen pro Jahr durchführen. Das Land hat aber auch klargestellt, dass das Uniklinikum bei Bedarf auch weitere Transplantationen durchführen und mit den Krankenkassen abrechnen kann.
Welche Bedeutung hat der Vergleich für Essen?
Für Essen und das Uniklinikum ist der Vergleich wichtig, weil damit Spitzenmedizin fortgesetzt werden kann. Nur wenn kompetente Ärzte regelmäßig solche Operationen durchführen, können sie das auf hohem Niveau. Das Uniklinikum hat die Kompetenz dafür über Jahre aufgebaut und Ärztinnen und Ärzte und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Erfahrungen gesammelt, die sie jetzt weiter einsetzen können, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu helfen. Schon in den letzten Monaten konnten die Ärztinnen und Ärzte am Uniklinikum wieder mehr Patientinnen und Patienten behandeln und Herzen transplantieren, sagt ein Sprecher des Universitätsklinikums auf Radio Essen-Nachfrage.