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Der eigene Weg der SGS Essen: Heleen Jaques und Jonas Kaltenmaier im Podcast "Essen im Ohr"
© Radio Essen
SGS Essen-Cheftrainerin Heleen Jaques und Co-Trainer sowie Nachwuchsleiter Jonas Kaltenmaier.
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Der eigene Weg der SGS Essen: Heleen Jaques und Jonas Kaltenmaier im Podcast "Essen im Ohr"

Seit über 20 Jahren spielt die SGS Essen in der Frauen-Bundesliga – als Talentschmiede, ohne starken Männerverein. Doch die Hinrunde der laufenden Saison war schwer. Nachwuchsleiter Jonas Kaltenmaier und Cheftrainerin Heleen Jaques sprechen im Radio Essen-Podcast über den eigenen Weg der SGS und warum die neue Trainerin unbedingt nach Essen wollte.

Veröffentlicht: Montag, 12.01.2026 23:08

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Die SGS Essen geht ihren ganz eigenen Weg

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Im Podcast-Studio von Radio Essen sitzen zwei Menschen nebeneinander, die die SGS Essen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen – und eine große Gemeinsamkeit haben: das Herz für den Frauenfußball.

Jonas Kaltenmaier ist schon viele Jahre bei der SGS. "Gottseidank bin ich mit fünf Jahren in den Pott gekommen“, sagt der 32-Jährige. Heute ist er nicht nur als Spieler im Essener Amateurfußball bekannt, sondern Leiter des Nachwuchsbereich, dienstältester Trainer im U-Bereich der SGS und gleichzeitig Co-Trainer der Bundesligamannschaft.

Neben ihm sitzt Heleen Jaques. Die Belgierin ist erst seit Ende Dezember Cheftrainerin der SGS Essen. Sie soll den Verein in der Bundesliga halten. Dass die SGS eine große Familie ist, hat sie schon früh erkannt.

Im Podcast „Essen im Ohr“, auf allen Podcast-Plattformen, lernen wir beide näher kennen und sprechen darüber, wie die SGS Essen mit ihrem ganz eigenen Weg auch in Zukunft erfolgreich bleiben will.

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SGS Essen setzt auf Talentschmiede statt großer Namen

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Seit über 20 Jahren ist die SGS Essen fester Bestandteil der Frauen-Bundesliga. Inzwischen ist sie nahezu allein in der Liga als Verein, ohne eine große Männerabteilung im Rücken. Stattdessen setzt der Verein konsequent auf Nachwuchsarbeit.

Obwohl die Hinrunde der laufenden Saison nicht einfach war, ist Jonas Kaltenmaier überzeugt, dass der Weg der SGS auch in Zukunft erfolgreich sein wird:

"Wir werden uns so halten. Wir haben bisher gezeigt, dass wir es können und das werden wir auch weiter tun. Aber auch wir müssen uns weiterentwickeln."

Der Verein investiert viel in den eigenen Nachwuchs. Mehr als 40 Jugendspielerinnen haben es schon bis ins Bundesligateam geschafft. Nicole Anyomi, Nationalspielerin und in Frankfurt aktiv, gilt als Paradebeispiel. Auch Lea Schüller ist mit 14 Jahren nach Essen gekommen, wechselt jetzt vom FC Bayern zu Manchester United und kommt aktuell auf 82 Länderspiele für Deutschland.

Auch Pia Lucassen, Laura Pucks, Lucy Minne aus der aktuellen Mannschaft stehen sinnbildlich für den Essener Weg.

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Der eigene Weg der SGS Essen: Heleen Jaques und Jonas Kaltenmaier im Podcast "Essen im Ohr"
© SGS Essen/Marc Bremer
Co-Trainer und Nachwuchschef der SGS Essen: Jonas Kaltenmaier.
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Jonas Kaltenmaier: Vom Höflichkeitsbesuch zur SGS Essen

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Auf junge Spielerinnen zu setzen erfordert Mut – und vor allem viel Arbeit, wenn der Weg Erfolg bringen soll. Die SGS kooperiert unter anderem mit dem Helmholtz-Gymnasium in Rüttenscheid und der Elsa-Brandström-Realschule in Bergerhausen. Außerdem betreibt der Verein seit kurzem eines der ersten vom DFB offiziell anerkannten Nachwuchsleistungszentren im Frauenfußball.

Klar, dass Jonas Kaltenmaier, dem sportlichen Leiter des Nachwuchses, das Thema sehr am Herzen liegt.

Als U19-Bundesligaspieler bei Borussia Dortmund reichte es für ihn nicht zur Profikarriere. Mit dem Fußball hatte er eigentlich schon abgeschlossen, dann brachte ihn ein "Höflichkeitsbesuch" zur SGS Essen. Mit Frauenfußball hatte er bis dahin nicht viel zu tun. Doch das änderte sich schnell:

"Frauen sind die besseren Menschen und haben einen deutlich besseren Umgang und sind im Schnitt fleißiger."

Das sagt Kaltenmaier im Podcast offen.

"Mit wie viel Leidenschaft und Akribie die Mädels arbeiten, deswegen machen wir das hier. Die geben uns in der täglichen Arbeit so viel wieder, da ist so viel Wertschätzung für das, was man ihnen gibt."

Aus männlichen Leistungszentren kannte er das so nicht. Neben dem Sportlichen ist Jonas Kaltenmaier auch Ansprechpartner für persönliche Probleme. Viele Spielerinnen kommen sehr jung nach Essen, leben im Internat, kämpfen mit Heimweh oder den Herausforderungen der Pubertät. Auch das gehört für ihn zur Nachwuchsarbeit dazu.

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Der eigene Weg der SGS Essen: Heleen Jaques und Jonas Kaltenmaier im Podcast "Essen im Ohr"
© Radio Essen
Die neue SGS-Trainerin Heleen Jaques, Podcast-Host Mario Arlt und SGS-Nachwuchschef Jonas Kaltenmaier.
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SGS Essen mit schwieriger Hinrunde

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Die sportliche Situation der Bundesligamannschaft ging auch an Jonas Kaltenmaier nicht spurlos vorbei. Nach dem Ende der erfolgreichen Ära unter Trainer Markus Högner tat sich die SGS zu Saisonbeginn schwer. Vier Niederlagen und ein Unentschieden führten zur Trennung vom Trainerduo Robert Augustin und Thomas Gerstner. Kaltenmaier blieb als Co-Trainer an Bord.

"Man möchte, dass der eigene Verein und die Stadt gut dastehen. Essen gehört in die Bundesliga", sagt Jonas im Gespräch mit Podcast-Host Mario Arlt.

Interimstrainerin Jessica Wissmann, vorher ebenfalls Co-Trainerin, brachte die Mannschaft wieder auf Kurs. Am 11. Spieltag feierte die SGS den ersten Saisonsieg, inzwischen steht das Team über dem Strich.

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Heleen Jaques im zweiten Anlauf nach Essen: Von "Scheiße" zu "Malochen"

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Jetzt soll es mit der neuen Cheftrainerin Heleen Jaques weiter nach oben gehen. Fast wäre die Belgierin schon 2012 in Essen gelandet – als Spielerin. Aus familiären Gründen kam der Wechsel damals nicht zustande, doch die SGS blieb in ihrem Kopf.

"Ich fand es schade, dass ich nicht hierhergekommen bin. Es ist ein Familienverein. Alle Leute, die hier arbeiten, haben ein Herz für Frauenfußball."

Auf die freie Stelle als Cheftrainerin bewarb sich die ehemalige Abwehrspielerin, die unter anderem in Belgien, Italien, Herford und Potsdam spielte, per E-Mail. Weil ihr der Verein im Herzen geblieben ist. In den Gesprächen hat es schnell gepasst.

Das erste deutsche Wort, was sie gelernt hat? "Scheiße". Ein Wort, was sie im Ruhrpott schnell aufgenommen hat? "Malochen". Darauf kommt es jetzt an. Eingelebt hat sich Jaques schnell, der erste Eindruck von Stadt und Mannschaft ist gut, wie sie im Podcast verrät.

In der kompletten ersten Folge "Essen im Ohr" im Jahr 2026 erfahrt Ihr viele Hintergründe zum Weg der SGS Essen als Talentschmiede. Außerdem verrät die neue Trainerin Heleen Jaques, wie sie es mit ihrem neuen Team in der Rückrunde angehen will, ob sie eher Kumpeltyp oder Autoritätsperson ist und welche Art von Trainerin die Fans an der Seitenlinie erwarten dürfen.

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Der eigene Weg der SGS Essen: Heleen Jaques und Jonas Kaltenmaier im Podcast "Essen im Ohr"
© SGS Essen/Markus Lucassen
Die neue Cheftrainerin der SGS Essen: Heleen Jaques.
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Eure Meinung zu "Essen im Ohr"

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Im erste Saisonspiel im neuen Jahr bekommt es die SGS Essen sofort mit einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zutun. Am 25. Januar geht es zum zum Hamburger SV. Danach können die Fans die SGS am 31. Januar wieder im Stadion an der Hafenstraße anfeuern, wenn Union Berlin zu Gast ist. Genug Zeit, um vorher die neue Folge "Essen im Ohr" zu hören.

Auch 2026 gibt es uns jeden Dienstag mit einer neuen Folge aus den Kategorien Gesundheit, Menschen und Sport. Lasst gerne ein Abo und eine Bewertung da, um keine Folge zu verpassen. Uns gibt es auf sämtlichen Podcast-Plattformen jederzeit zum Nachhören.

Ihr wollt selbst mal einen Gast für das neue Format mit den Kategorien Gesundheit, Sport und Mensch vorschlagen? Ihr möchtet Lob oder Kritik loswerden? Dann meldet Euch gerne bei uns per E-Mail an podcast@radioessen.de.

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Hier gibt es noch mehr Folgen "Essen im Ohr"

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Kennt Ihr schon alle Radio Essen-Podcasts?

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