Demonstration nach tödlichem Polizeischuss in Altendorf

Rund 40 Demonstranten haben Donnerstagabend an den getöteten Adel B. in Altendorf erinnert. Der Mann war bei einem Polizeieinsatz erschossen worden, nach dem er gedroht hatte sich öffentlich selbst zu töten. Die Demonstration startete an der St. Mariä Himmelfahrt-Kirche, ging über die Altendorfer Straße bis hin zur Drügeshofstraße. Dort wurde Adel B. erschossen.

Demonstranten in Altendorf
© Radio Essen

Erinnerung und Protest in Altendorf

Freunde, Bekannte und Aktivisten haben mit einer Demo an den getöteten Adel B. erinnert. Sie trugen ein großes Banner mit der Aufschrift "Gerechtigkeit für Adel" vor sich her. Er wurde Mitte Juni bei einem Einsatz von einem Polizisten erschossen. Der 32-jährige hatte an dem Morgen die Polizei gerufen und gesagt, dass er sich selbst umbringen wolle. Er war in Altendorf mit einem Messer unterwegs. Die Polizei versuchte ihn zu beruhigen. Nach einiger Zeit gab der Mann seine Absicht wohl auf und ging zurück in das Haus, in dem seine Lebensgefährtin mit ihren Kindern lebt. Dort kam es dann zum tödlichen Schuss. Die Polizisten wollten verhindern, dass der Mann in die Wohnung zu den Kindern gelangt. Ein Polizist hatte dabei die Haustür mit dem Fuß aufgehalten. Von drinnen durch den Türspalt soll der Getötete mit dem Messer zugestoßen haben. Daraufhin fiel nach jetzigem Stand der Ermittlungen der Schuss.

Videos von Anwohnern sorgen für Diskussionen

Die Ermittlungen der Essener Staatsanwaltschaft in dem Fall sind fast abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat auch die Videos der Anwohner ausgewertet und hört darauf Belege für die Version der Polizei. Die, die jetzt zur Demonstration aufgerufen haben, sehen das allerdings anders. Sie sprechen von Polizeigewalt gegen Migranten. Die Aufrufe zu der Demonstration sind vor allem auf Internetseiten zu finden, die dem linken Spektrum zugeordnet werden können.

Die Demonstration für Adel B. in Bildern

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